Letzte Nacht habe ich tief und fest geschlafen. Und am liebsten hätte ich mich heute morgen umgedreht und hätte weiter geschlafen. Irgendwie war es seltsam dunkel. Trotzdem bin ich um 5:10 aufgestanden und um 6:05 weiter gewandert.
Als ich nach wenigen Metern den Wald verlassen habe, habe ich auch gesehen warum es noch dunkel war. Und warum ich so eine rauhe Kehle hatte. Der ganze Himmel hing voller Rauch. Da aber weder Flugzeuge noch Hubschrauber zu hören und keine Rauchwolken zu sehen waren, war ich relativ entspannt.

Den ganzen Tag über ging es ständig hoch und runter. Fast die Hälfte der Höhenmeter war so im Auf und Ab versteckt. Und die ersten Meilen liefen auch richtig gut. Vor allem auch, da die Temperatur noch erträglich war.





Und nach 10 Meilen gab es sogar Trail Magic!

Zwei Meilen später war die Hälfte meiner Tagesstrecke gut überschritten. Das es 12h war und dort eine Wasserquelle, das war perfekt. Ich habe etwas über eine Stunde geruht und sogar etwas gedöst.
Bis dahin war der Trail noch ganz gut in Ordnung. Ein paar umgestürzte Bäume, etwas mehr Bewuchs am Rand, aber nichts was besonders ins Gewicht gefallen wäre.
Nach der Pause hat sich das geändert. Und es war heiß, was irgendetwas über 37 Grad bedeutet. Am meisten viel aber auf, in welch schlechtem Zustand der Trail war. Teilweise kam ich mir vor, als würde ich mich durchs Unterholz schlagen. Als hätte das nicht gereicht ging es zusätzlich noch ein gutes Stück aufwärts.




Beim Abendessen haben wir festgestellt, das wir für den Weg heute alle einen Blutzoll, und zwar im Wortsinn, entrichtet haben.
Das es am Hang entlang auch schöne Aussichten gab hat geholfen, es aber nicht besser gemacht.




Am Ziel hatte ich richtig Glück. Oats hatte Wasser geholt und hat an der Abzweigung zu Camp und Wasser eine Pause gemacht. Ohne Ihn wäre ich an der Abzweigung vorbei gelaufen.
Ich war so froh, endlich am Ziel zu sein. Die Strecke und die knapp 1.100 Höhenmeter geben nicht wieder, wie viel Kraft ich in den Tag heute stecken musste. Das Klettern über die Bäume und das durchschlagen durch die Büsche hat richtig Kraft gekostet.
Dafür war das Wasser am Bachlauf klar und kalt. Und das gemeinsame Abendessen hat auch Spaß gemacht.

