War das eine Nacht. Es hat geblitzt und gedonnert wie verrückt und geschüttet wie aus Eimern. Erst gegen 2h hat es sich beruhigt. Da der Cracker Barrel erst um 8h öffnet, bin ich bis 7:25 liegen geblieben und erst dann aufgestanden.

Und dann habe ich mein Zelt trocken gelegt. Das hatte ich gestern nämlich zuerst im Automatik Modus aufgebaut – mit guter Belüftung bei hohen Temperaturen. Dadurch kam aber auch der ganze Schmiss ins Zelt. Das habe ich zwar schnell korrigiert, da war es aber auch schon passiert. Mein Schlafsack ist zwar trocken geblieben, kleinere Pfützen hatte ich aber doch im Zelt.
Cracker Barrel ist eigentlich eine Art kleiner Landmarkt (allerdings eine Kette wie McDonald’s) mit angeschlossenem Restaurant. Das hier war eine Tankstelle. Aber eine sehr Hiker freundliche. Hinter der Tankstelle ist ein überdachter Bereich mit Hiker Box, einem Waschbecken mit Trinkwasser, Ladestationen für Elektronik und Sitzbänken.

Nach der nassen und kalten Nacht habe ich das Frühstück in der Sonne mit Tesla, K-9 und Bounty dann sehr genossen. Und eigentlich wollte ich um 9h schon unterwegs sein. Aber dann habe ich meine Sachen noch in der Sonne getrocknet. Und meine Elektronik geladen. Und mit der Hilfe von Madame V den Reißverschluss meines Zelts repariert. Und dann gab es Trail Magic. Naja, und da es WiFi gab, habe ich nochmal versucht meinen Rückflug umzubuchen. Was diesmal sogar funktioniert hat!


Lange Rede, kurzer Sinn. Ich war erst um 12h unterwegs.

Die ersten Meilen in Washington waren schön. Der Trail war sehr gepflegt und der Wald war grün und lebendig. Insgesamt hat mich der Abschnitt heute etwas an den Schwarzwald erinnert. Allerdings mit deutlich mehr kleinen Seen.



Einen Meilenstein gab es heute auch. Wobei es mir bei den ganzen übersprungenen Meilen schwer fällt, dass zu genießen. Damit sind es ab hier noch 350 Trail Meilen bis Kanada. Durch die ganzen Feuer Sperrungen aber deutlich weniger.

Nachdem ich erst so spät los gekommen bin habe ich mir nicht wirklich ein Meilen Ziel gesetzt, sondern mir gesagt dass ich bis kurz nach 18h wandere und mir um die Zeit herum einen Lagerplatz suche. Was auch gut funktioniert hat.





Um 18:30 habe ich mein Lager aufgeschlagen. Inzwischen merkt man, dass der Sommer bald zu Ende geht. Es wird früher dunkel und abends ist es im Wald sogar Recht kühl.
