Diese Nacht hätte gerne noch länger sein können. Aber um 5:10 war sie vorbei und um 6:05 war ich unterwegs.

Und mein Tag begann mit einer Flussüberquerung. So früh und über den nassen Stamm habe ich mich extrem unsicher gefühlt, also bin ich auf allen Vieren rüber.

Im Anschluss ging es direkt mit einem Aufstieg weiter. Und spätestens hier habe ich die letzten Tage gemerkt. Glücklicherweise habe nicht nur ich mich schwer getan, sondern die anderen auch.





Nach einer Stunde war der steilste Teil zwar vorüber, es ging aber weiter hoch. Den ganzen Vormittag über und die ganzen 18,5 Meilen bis zur Abzweigung zur Eagle Creek Alternate.




Und das war heute ziemlich langweilig und anstrengend. Zum Glück öffnete der Trail sich zum Ende hin etwas und eröffnete ein paar schöne Aussichten.




Ab der Eagle Creek Junction, für mich nach 18,5 Meilen, ist der Trail wegen Waldbränden gesperrt. Das merken allerdings die wenigsten, denn die meisten wählen die Alternate.
Und die war zu Beginn richtig steil. Da war ich froh das nicht hoch wandern zu müssen!





Dann folgte aber das eigentliche Highlight dieser Alternate: Tunnel Falls. Hier führt der Trail ziemlich spektakulär hinter einem Wasserfall durch einen Tunnel hindurch. Super schön!



Von da aus waren es noch sechs Meilen bis zum Trailhead. Die Strecke haben Cheddar und ich verquatscht. Hauptsächlich um uns von unseren diversen Schmerzen abzulenken. 😅 Dabei hat Eagle Creek auch geholfen. Der ist nämlich richtig schick.




Gerade als wir am Trailhead angekommen sind, hielt ein ehemaliger Hiker an und fragte ob wir einen Ride in die Stadt wollten. Da es schon 19:30 war, haben wir ja gesagt.
Cheddar hat sich am Campground rausschmeißen lassen, ich mich an der Bridge of the Gods.
Die Bridge of the Gods ist der niedrigste Punkt des PCT. Und er markiert die Grenze zwischen Oregon und Washington! 🎊🎉😍 Um ehrlich zu sein, das war ein sehr emotionaler Moment!




Die Grenze nach Washington ist doppelt speziell. Einmal ist es die letzte amerikanische Grenze die ich überschreite. Und die markiert damit den Anfang vom Ende. Zum Ende stehen weite Teile von Washington in Feuer und 2/3 des Trails sind gesperrt. So zum Beispiel auch der Teil des Trails hinter Cascade Locks.
Nachdem ich den Boden in Washington berührt habe, bin ich zurück in die Stadt und zum Campground. Und da habe ich Adam wieder getroffen, der mich direkt auf ein Getränk eingeladen hat.

Danach habe ich in der Dämmerung mein Zelt aufgebaut, bevor ich mir endlich etwas zu essen geholt habe.
Danach habe ich den Abend mit vielen anderen zusammen vor einer Bar verbracht. Davor, da die Getränke aus dem Supermarkt gegenüber deutlich günstiger waren. 😂

Um 0:45 lag ich dann im Bett.