Meine Uhr und ich haben ziemlich unterschiedliche Vorstellungen von gutem Schlaf. Mein Uhr meint, ich habe gut geschlafen. Ich nicht. Wach war ich schon um 5h, aufgestanden bin ich um 5:25 und unterwegs war ich um 6:10.
Allerdings nicht direkt auf dem Trail, sondern auf einem Nebenweg zu einem nahen Parkplatz. Da sollten nämlich Dixie Klos sein. Leider waren die aber weg, so das ich wohl oder übel ein Löchlein buddeln musste.

Auf dem Trail war ich dann um 6:20. Und das erste kurze Stück verlief noch durch normalen, gesunden Wald.

Danach kam ich in eine ehemalige Burn Zone. Zu Beginn war die noch mit den anderen zu vergleichen. Später war es einfach nur trostlos. Ich will mir nicht vorstellen, wie das Feuer hier gewütet haben muss, damit es so aussieht.
Positiv zu bemerken ist, dass das Land zwar tot aussieht, allerdings lebt. Ich habe Spuren von Rehen und Hasen gesehen und neben den toten Bäumen wachsen Blumen und Gras.





Das hat mir ganz schön auf die Laune geschlagen. Unter anderem auch, weil ich hier Internet hatte. Und über WhatsApp habe ich von anderen Hikern erfahren das inzwischen zwei Drittel von Washington wegen Bränden gesperrt sind.
Nach der Burn Zone ging es im Wald und an mehreren kleinen Seen entlang. Und ich habe jede Möglichkeit zum Pause machen genutzt. Ich war heute einfach unglaublich müde.





Um 17:45 war mein Tag zu Ende. Heute morgen hatte ich noch über 28 oder gar 33 Meilen nachgedacht. Nachdem ich heute aber so platt war, und auch leichte Kopfschmerzen hatte, habe ich mich für einen frühen Feierabend entschieden.


Am Camp habe ich mein Zelt aufgebaut, Wasser gefiltert und mich im Bach gewaschen. Zu Abend gegessen habe ich mit Omens, der aber noch weiter wandert. So wie es aussieht, übernachte ich hier heute wieder alleine.
Ab heute sind es weniger als 700 Trail Meilen (auch ohne Sperrungen) bis nach Kanada.