Über das Rauschen des Baches habe ich die Straße gar nicht gehört. Und nachdem ich meinen Kindle weg gelegt hatte, war ich auch schnell weg. Meine neue Luftmatratze hat eine andere Beschichtung als meine alte, und das fühlt sich richtig gut an. Auf der neuen Matte schlafe ich richtig gut! Um 5:25 bin ich aufgestanden, um 6:15 weiter gewandert.

Der Tag startete mit einem langen Aufstieg von 350 Höhenmetern über vier Meilen.




Zwar gab es auch ein paar Steine, aber bei weitem nichts so wildes wie gestern Abend. Insgesamt war der Trail gut zu laufen. Zumindest bis zu Christie’s Spring, der ersten guten Wasserquelle für heute. Nach 11,4 Meilen.




Für die Strecke habe ich etwa vier Stunden gebraucht. Und da ich etwas hungrig war, habe ich hier eine längere Snack Pause gemacht.
Nach der Quelle veränderte sich der Trail etwas. Es wurde grüner. Aber es kamen auch eine ganze Menge umgestürzte Bäume dazu. Die haben mich heute echt Kraft und Nerven gekostet.





Außerdem wurde die Wassersituation nicht besser. Die nächste gute Quelle nach Christie’s Spring war 14,3 Meilen entfernt. Und langsam wurde es auch wärmer. Ich hätte nie gedacht, das ich 32 Grad mal als warm, und nicht als heiß bezeichnen würde …



Um 14h habe ich, obwohl es noch ein gutes Stück bis zum Wasser war, Mittagspause gemacht. Auch das warme Wetter hat gereicht um mich ordentlich zu kochen.
Ungefähr hörten dann die umgestürzten Bäume auf. Und die Steine fingen wieder an.





Kurz vor dem Wasser gab es dann etwas zum freuen: den 1.800sten Meilenstein! Im Bild nicht zu sehen sind die fünf Mücken, die mich gestochen haben, während ich dieses eine Bild gemacht habe.

Auf den nächsten zwei Meilen gab es dann reichlich Wasser. An einem der kleinen Bachläufe habe ich meinen Tag dann auch beendet. Unter anderem, da dies das letzte verlässliche Wasser bis Crater Lake ist. Und das ist 19 Meilen weit weg.


Während ich Wasser gefiltert und mein Zelt aufgebaut habe, habe ich mich mit Cheddar aus Frankreich und Smokes aus Israel unterhalten. Es fasziniert mich immer wieder, wie international der Trail ist!


Beide wandern heute noch weiter. Und ich schlafe seit langem Mal wieder alleine an einer Campsite.