Tag 85 10.07. Junction Lookout Rock (Mi 1.261) – Belden (Mi 1.287,9) – 26,9 Mi

Ich habe hervorragend geschlafen. Nur viel zu kurz. Und der Sonnenaufgang war atemberaubend. Aufgestanden bin ich um 5:40, gestartet um 6:40.

Der erste Teil des Tages verlief rollend auf und ab. Wobei sich insgesamt etwas über 900 Höhenmeter angesammelt haben. Da das aber verteilt über 19 Meilen war, und ein guter Teil in einem einzelnen Anstieg, war das alles OK und erträglich.

Für acht Meilen hatte ich noch Begleitung von Phil’s Crew. Die sind dann aber Richtung Quincy abgebogen, während ich weiter nach Belden gewandert bin.

Kurz nach der Straße nach Quincy hatte ich Empfang. Perfekt um mein Hotel in Chester von Sonntag auf Samstag umzubuchen. Dumm nur, dass mein Hotel Samstag schon komplett ausgebucht ist. 🤦‍♂️ Mal schauen was ich mache, wenn ich da am Samstag ankomme.

Und dann habe ich einen Anruf auf meiner Mailbox gesehen. Der war von dem Outfitter, bei dem ich meine neuen Schuhe bestellt habe. Die haben meine Sendung storniert. Die General Delivery Adresse zur Sendung an ein Postamt kam Ihnen komisch vor. 🤦‍♂️ Und jetzt ist es für eine Sendung nach Chester zu knapp. Also muss ich noch weitere 60 Meilen warten. 🤮

Das hat beides nicht nur gut Zeit gekostet, sondern meine Laune auch ordentlich gekippt. Außerdem war es inzwischen 11h und ordentlich heiß.

Schön war es. Da ein guter Teil wieder durch eine Burn Zone ging, war Schatten Mangelware. Dafür gab es viele umgestürzte Bäume und viel Staub und Asche.

Danach begann der schlimmste Teil des Tages. Ein Abstieg über fünf Meilen und 2.000 Höhenmeter. Wer das schon mal gemacht hat, der weiß wie Knie und Füße sich danach fühlen. Und natürlich war es richtig heiß. Und durch die Pflanzen noch schwül dabei. Am Ende war ich wieder ziemlich gar.

Zumindest war der größte Teil schön anzusehen.

Im Tal musste ich nur noch ein paar Bahngleise überqueren und ein Stück am Feather River entlang gehen.

Dann war ich in Belden und im dortigen Resort.

Neben einem gigantischen Double-Bacon-Cheeseburger hatte ich noch drei Colas. Davon hatte ich den ganzen Tag über phantasiert.

Nach dem Essen habe ich den Barkeeper gefragt, ob er weiß ob auf der anderen Flussseite gute Campsites sind. Da hat er gesagt, ich könnte hier auch umsonst campen. Es gäbe Trinkwasser, Toiletten und eine gute Stelle zum Schwimmen. Da bräuchte ich ja noch nicht mal eine Dusche. Also habe ich genau das gemacht.

Für morgen früh habe ich mir, als absolute Ausnahme,  einen Wecker gestellt. Den Aufstieg aus Belden heraus konnte ich heute nämlich schon sehen. 1.700 Höhenmeter über 13,8 Meilen. Und morgen soll es heißer werden als heute. 🤦‍♂️🥵

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