Tag 81 06.07. North Creek & Tentsite (Mi 1.165,5) – Milton Creek & Tentsite (Mi 1.191,8) – 26,3 Mi

Letzte Nacht hat es mich überall gejuckt. Der Dreck des Tages, den ich in dem doch etwas sumpfigen Bach, und bei den ganzen Mückenschwärmen nicht abgewaschen habe, bzw. wollte, und die ganzen Mückenstiche haben gejuckt und mich wach gehalten. Und von den ganzen Steinen haben mir die Füße ordentlich weh getan. So hat es ziemlich lange gedauert bis ich in einen unruhigen Schlaf gefallen bin. Außerdem bin ich häufiger von meinem eigenen Husten wach geworden. Aufgestanden bin ich um 5:25, los gewandert um 6:10.

Der Tag begann zwar mit einem kleinen Aufstieg, allgemein ging es aber abwärts. Den 962m nach oben standen 1.662m abwärts entgegen.

Die wenigen Höhenmeter haben den Tag auf jeden Fall erträglich gemacht. Denn sobald die Sonne raus kam, wurde es heiß. Heute und morgen sollen die heißesten Tage der Hitzewelle werden.

Und gut, dass der Trail heute zwar auch am Hang entlang verlief, vor allem aber auch durch den Wald. Und anstelle der Mückenplage gab es heute eine Fliegenplage.  Das gemeine war, das zwischen den normalen Fliegen immer Mal wieder eine Stechfliege war. Diese Viecher.

Um 12h bin ich am Mule’s Ear Creek angekommen. Was auch ziemlich nötig war, da ich bis dahin schon all mein Wasser getrunken und ziemlich durstig war. An der Kreuzung zum Creek stand ein anderer Hiker, der mich etwas seltsam angesehen hat. Er ist mir dann zum Wasser gefolgt. Es war Falk, der in Kennedy Meadows South den Trail abgebrochen hatte. Er hat die Sierras ausgelassen und will sich jetzt am Rest versuchen.

Da wir eh schon saßen, habe ich mich für eine verfrühte Mittagspause entschieden. Und wer kommt da auf einmal angelaufen? Moon. Er hat in Truckee in einen Zwangs-Zero gehabt, da das Postamt am vierten Juli geschlossen hatte.

Nach einer guten Stunde bin ich wieder aufgebrochen und habe mich an die letzten 11,3 Meilen gemacht. Da es inzwischen richtig heiß war, sind mir die nicht mehr so leicht gefallen wie die ersten 15 am Vormittag.

Der letzte Abstieg ähnelte denen der letzten Tage. Was heißt, er war ziemlich steinig. Das hat meine Füße nach dem langen Tag ziemlich zum stöhnen gebracht.

Nur 0,5 Meilen von meinem Ziel entfernt saß ein Hiker etwas geknickt am Weg, den ich mit dem klassischen „how are you doing?“ begrüßt habe. Und normalerweise erwartet man darauf gar keine Antwort. Er antwortete aber mit „Scheiße.“. Jürgen aus Deutschland wandert nur einen Abschnitt des PCT und hat Wetter und Trail ziemlich unterschätzt. Ich habe Ihm ein paar salzige Snacks von mir gegeben und Ihm gut zugeredet. Als ich das Gefühl hatte das es ihm besser geht, bin ich weiter gegangen.

Kurz darauf war ich am Ziel und habe schnell mein Zelt aufgebaut. Um 17:50 war ich schon da. Danach habe ich, während ich Wasser gefiltert habe, meine Füße im Bach gekühlt und gewaschen. Obwohl das glaube ich gar nicht so nötig war. 😉😂

Danach gab es ein schnelles Abendessen, bevor ich in mein Zelt verschwunden bin. Heute Nacht schlafe ich hoffentlich besser.

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