Tag 68 23.06. Tentsite (Mi 917,1) – Tentsite (Mi 934,8) – 17,7 Mi

Das war eine gute Nacht. Ich war zwar mehrfach wach, bin aber gut erholt wach geworden. Auch wenn meine Uhr meinte, das ich nicht gut geschlafen habe. Aufgestanden bin ich um 5:40, los gewandert um 6:35.

Für heute standen zwei Pässe auf dem Programm: Island Pass und Donahue Pass. Dementsprechend gab es für heute eine maßgebliche Richtung: aufwärts.

Von meiner Campsite aus zu Island Pass waren es 8,7 Meilen und 700 Höhenmeter.

Vor dem Pass lag, der vermutlich namensgebende, Thousand Islands Lake. Und der war wirklich schick.

Nach dem See kamen vereinzelte Schneefelder. Aktuell schmilzt der Schnee allerdings so schnell, das mehr Wasser auf dem Trail ist, als Schneefelder.

Der Pass selber war unspektakulär. Und zwar so sehr, das ich in meine Navigationsapp schauen musste um zu erkennen ob ich schon da war.

Nach dem Pass folgte ein Abstieg über 200m. Und ab da begannen auch wieder die ersten Wasser Überquerungen. Und an einer konnte ich zwei Murmeltiere beim herumwuseln beobachten. Auch als ich auf der anderen Seite meine Füße getrocknet habe, haben die zwei sich von mir nicht wirklich stören lassen.

Obwohl der größte Teil des Aufstiegs mit Island Pass schon erledigt war und nur noch knappe 600 Höhenmeter zu bezwingen waren, hat dich der Aufstieg gezogen. Aber mit ausreichend Pausen ließ sich das auch machen.

Donahue Pass ist der letzte große Pass und der letzte mit 11.000 Fuß (mehr als 3.350m) Höhe. Und er bildet die Grenze in den Yosemite National Park. Bei unserer Ankunft bin ich direkt von einem fotogenen Bewohner begrüßt worden.

Mit dem erreichen des Passes war der Aufstieg für heute erledigt und es ging bergab. Dabei haben gerade zu Beginn kleinere Schneefelder den Trail gut versteckt, so das wir alle zwischendurch den Weg verloren hatten und Offroad unterwegs waren.

Bis hier hatte ich es geschafft, das meine Schuhe und Füße trocken geblieben sind. Und das allen Überquerungen und allem Wasser auf dem Trail zum Trotz. Das hat sich mit dieser Schneeschmelze auf dem Trail geändert.

Von dort aus meine heutige Campsite nur noch eine Überquerung und 1,3 Meilen entfernt.

Wenn der Trail nicht unter Wasser war, dann sah er ungefähr so aus wie auf dem letzten Bild. Über 700m Abstieg geht das ordentlich auf Knie und Füße.

So war ich dich ziemlich froh, als ich um kurz vor 18h an der Campsite war. Vor dem Zelt aufbauen habe ich als erstes Mückenschutz aufgelegt. Durch die Schneeschmelze sind die im Moment wirklich schlimm.

Dafür das ich mich den ganzen Tag über schlapp gefühlt und emotional immer nur einen Schritt von einer Kernschmelze entfernt war, war das ein richtig guter Tag. Und schön war es auch.

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