Das war eine kalte Nacht. Und erst beim einschlafen habe ich gemerkt, das meine Schlaffläche leicht geneigt war. Beim umdrehen bin ich nämlich plötzlich bergab gerollt. 😅 Aufgestanden bin ich um 4:30, gestartet um 5:35.

Der frühe Start hatte einen guten Grund. Bis zum Muir Pass sind es noch 2,1 Meilen und fast 900 Höhenmeter. Und der Abstieg vom Pass soll auch noch lang und verschneit sein. Und das ist richtig anstrengend, wenn der Schnee weich ist.
Nahezu sofort nach unserer Campsite fing der Schnee an und wir haben alle unsere Mikrospikes angelegt.




Um 7:10 war ich oben am Pass. Und auch heute enttäuscht die Aussicht nicht. Ganz im Gegenteil.



Die Schutzhütte am Pass ist richtig schick. Und drinnen war es richtig schön warm. Das wäre sehr cool gewesen, da zu übernachten.

Der Abstieg vom Pass war diesmal gar nicht steil. Dafür verlief er aber über vier Meilen durch Schnee. Und das kostet richtig Kraft. Vor allem aber wurde es ziemlich heiß als die Sonne dann raus kam. Aber schön war’s!



Abwärts war, theoretisch, für den ganzen restlichen Tag das Thema. Für uns allerdings nur bis Meile 852.



Letztes Jahr ist die San Jaquinto Brücke weggespült worden. Und genau diese Brücke ist ziemlich kritisch, da die Flussüberquerung an der Stelle auf Grund der starken Strömung sehr gefährlich ist. Jetzt gibt es zwei maßgebliche Optionen: man verlässt den Trail vor der Brücke an einem und steigt über einen anderen Pass wieder ein.

Oder man wählt wie wir Option Zwei und wählt die Offroad Route um die Brücke herum, die sogenannte“Over the top alternative“. Dazu haben wir uns alle vorab die Alternative als GPS-Track auf unser Handy geladen.

Der Aufstieg war ziemlich geradlinig. Einfach so lange nach oben steigen, bis es nicht mehr weiter geht. Die Navigation zusammen mit einem Blick fürs Gelände haben das ziemlich einfach gemacht.


Oben auf dem Plateau war es ziemlich angenehmes Wandern.


Spannend wurde es dann beim Abstieg. Es gab zwar vereinzelte Wildpfade, aber die auch nicht überall. Diese Route will man wirklich nur bei gutem Wetter und mit Schuhen mit gutem Profil gehen. Teilweise ging das ziemlich steil runter. Und ein paar Klettereinlagen gab es auch.





3:50h später waren wir gesund und munter wieder auf dem Trail. Da war es 18h.
Da wir morgen allerdings zum Vermillion Valley Resort wollen, das nur über eine Fähre um 9h oder 16h zu erreichen ist, konnten wir nicht einfach unten campen. Also haben wir uns dazu entschieden noch 5,4 Meilen weiter zu wandern.




Wir sind geflogen. In unter zwei Stunden war ich da. Aufgrund der Uhrzeit gab es nur ein kaltes Abendessen.
Das war ein unglaublich toller, aber auch anstrengender Tag. Über 22 Meilen mit dem John Muir Pass und der Alternative sind eine echte Leistung.