Ich habe ziemlich gut geschlafen. Allerdings musste ich, aus hier nicht näher genannten Gründen 😉, einmal raus. Der Sternenhimmel ist der Wahnsinn! Man kann mit bloßem Auge die Milchstraße sehen! Aufgestanden bin ich um 5:40, gestartet um 6:40. Mit den Füßen in die klammen Socken und nassen Schuhe, das war allerdings kein Spaß.

Dieser Tag begann vollkommen ungewohnt: bergab. Und im Schatten und mit Wind (und den nassen Schuhen) war mir zuerst sogar ein wenig kalt. Das hat sich aber schnell geändert, als die Sonne raus kam.
Der Beginn des Abstiegs war richtig steil. Steinstufen, Serpentinen und ein ordentliches Gefälle.



Insgesamt bin ich runter auf 2.600m abgestiegen. Unglaublich, wie leicht mir da das wandern gefallen ist. Alternativ kann das aber auch gut daran gelegen haben, dass der Weg wunderschön war. Eine richtig schöne Gebirgslandschaft.





Als ich um eine Kurve kam, da stand da plötzlich ein Reh auf dem Trail. Das hat mich ganz ruhig angeschaut und war gar nicht panisch. Entweder, weil sie mit Hikern nur gute Erfahrungen gemacht haben oder aber, weil ich so natürlich dufte. 😉

Und die Sierra wäre nicht die Sierra, wenn nicht auch ein paar Flussüberquerungen dabei gewesen wären. Die konnte ich heute aber komplett trocken meistern. Das balancieren über diverse Baumstämme hat heute einfach geklappt.




Nach acht Meilen und ca. 900m Abstieg stand der Aufstieg des Tages vor der Tür. Fast 1.100m über neun Meilen. Der war nicht ganz so steil wie der Abstieg vorher, zum schwitzen gebracht hat er mich aber doch. Dabei ging es zahm los.


Ans Eingemachte ging es in der letzten Meile. Ab da lag nämlich Schnee und der Trail war nicht mehr sichtbar. Auf meinem Weg aus dem Schnee raus, habe ich dann doch nasse Füße bekommen. In dem weichen Schnee von Schuhen auf Crocs zu wechseln war leider nicht drin.



Um 17:15 waren wir am Camp. Und ich kann von Glück sagen, dass ich so ein kompaktes Zelt habe. So habe ich noch eine gute und geschützte Stelle gefunden.

Morgen früh ist der Schnee hoffentlich angefroren, so das wir schnell zum nahen John Muir Pass hoch und vor allem auch auf der anderen Seite wieder runter kommen.


