Das war genau der Schlaf, den ich gebraucht habe. Tief, fest und lang. Um 7:30 bin ich aufgestanden und zum Frühstück gegangen. Da war Turmeric schon länger. Und Scrunchie noch tief und fest am schlafen.
So richtig hungrig war ich heute morgen nicht. Dafür aber noch müde. Also bin ich nach einem leichten Frühstück zurück aufs Zimmer und habe noch eine Stunde gedöst.
Dann sind wir zum Postamt gegangen, um Turmerics Verpflegungspaket abzuholen.

Da haben wir Stay Gold wieder getroffen, der uns in die Stadt gefahren hat. Da haben wir bei Thaihechapi zu Mittag gegessen.

Da es da draußen immer noch heiß war, sind wir zum Nachtisch in die Bäckerei gegangen.
Auf dem Rückweg zum Trail haben wir ziemlich schnell einen Hitch bekommen. Nur wenige Meter fing aber Ihr Auto an Mucken zu machen. Also sind wir wieder ausgestiegen, haben einen Trail Angel angerufen und sind mit Ihm zum Trail gefahren.
Der Name des Trail Angels war Chris, und er hat uns ein besonderes Angebot gemacht: ob wir nicht von der Willow Springs Road zum Highway 58 slackpacken wollen? Slackpacking bedeutet, das man mit keinem oder nur leichtem Gepäck wandert, aber trotzdem die volle Strecke wandert. Wir haben kurz überlegt und dann zugesagt. Also hat Chris uns zum Highway gefahren und wir haben dort unsere Ausrüstung versteckt. Turmeric so gut wie alles, ich habe meinen Rucksack und nur wenig mitgenommen.

Auf dem Weg hat uns Chris von seiner Mutter aus Deutschland und seiner Vergangenheit im Forstamt und bei der Requirierung von Land für den PCT in 1960 erzählt.

Die nächsten 9 Meilen sind übrigens die letzten der Karte „Southern California“ in meiner Navigationsapp Farout. Das ist ein ziemlich spannender und psychologisch wichtiger Meilenstein! Insgesamt gibt es nämlich nur fünf Abschnitte.

Die 9,2 Meilen zum Highway haben wir ohne Gepäck in etwas über zwei Stunden geschafft. Nur fliegen ist schöner 😁




Am Highway 58 gibt es glücklicherweise einen Wasser-Cache. Das nächste Wasser ist von hier über 16 Meilen entfernt. Hier haben wir kurz Rast eingelegt, bevor der harte Wanderalltag beginnen durfte.


Das erste Stück entlang der Straße war flach und einfach. Und für die Buch- und Film Interessierten: Cheryl Strayed aus Wild ist genau hier in Ihre Wanderung gestartet.

Nach 2,2 Meilen begann der Aufstieg. Dank der Serpentinen war der zwar anstrengend, aber verkraftbar. Aber der Wind! Teilweise hat der mich fast vom Berg geweht oder ich musste mich mit voller Kraft in den Wind legen, um überhaupt voran zu kommen.



Umso glücklicher waren wir, das wir einen einigermaßen windgeschützten Lagerplatz gefunden haben. Trotzdem bin ich mir mehr als sicher, dass das eine extrem windige und ungemütliche Nacht wird.
