Tag 37 23.05. Tentsite (Mi 485,6) – Horse Trail Camp (Mi 508,1) – 22,5 Mi

Als ich endlich geschlafen habe, da habe ich gut geschlafen. Vorher durfte ich allerdings zweimal mein Zelt wieder aufstellen. Windböen haben meinen Front Hering zweimal aus dem Sand gerissen. Aufgestanden bin in um 5:50, los gewandert um 7:00. Ich war heute morgen ziemlich langsam. Einmal weil ich etwas … langsam war. Zum anderen weil mir vor dem heutigen Tag etwas gegraut hat. 22,6 Meilen und 1.423 Höhenmeter können schon einschüchternd wirken.

Die größte Überraschung heute morgen war aber das Wetter. Es war neblig. Und kühl! Richtig angenehmes Wander Wetter. Und so bin ich die ersten Stunden langsam und stetig nach oben gewandert. Der erste Anstieg waren 500 Höhenmeter über vier Meilen. Und dank der Serpentinen war das sogar fast angenehm.

Irgendwann war ich hoch genug, dass ich über den Wolken war. Und kurz danach hat sich die Sonne dauerhaft durchgesetzt.

Tja, und dann lag da jemand im Weg. Und der jenige wollte da auch nicht weg. Turmeric und ich haben dann freiwillig einen kleinen Umweg gewählt.

Nach etwa 3,5 Stunden habe ich zusammen mit Moon und Turmeric gefrühstückt und Pause gemacht. Und von da aus waren es noch sieben Meilen zum großen Meilenstein des Tages.

Auf den Meilen musste ich ziemlich vorsichtig sein. Vor einiger Zeit hat es hier gebrannt. Und eine der ersten Pflanzen die zurück kommt, ist Poodle Dog Bush. Und der ist schwer ätzend wenn man ihn berührt. Und auf diesem Stück wuchs der direkt am und in den Weg hinein.

Die 500ste Meile! Das ist die Distanz von München nach Hamburg. Sehr cool!

Und ein runder Meilenstein heißt auch, das wieder um den Krug gespielt wird. In der letzten Runde hat Turmeric mich ge-oddst. Herzlichen Glückwunsch. 😉

Von da aus sind wir gemeinsam bis zum nächsten Schatten gewandert und haben da für eine Stunde Mittagspause gemacht und die nächsten Tage besprochen.

Nach der Pause waren es noch 1,5 Meilen bis zur nächsten Wasserquelle, einem Tank. Wasser war heute Mal wieder ziemlich rar, so das sich dort eine größere Menge Hiker versammelt hat.

Ab da mussten bloß noch 120 Höhenmeter überwunden werden, bevor es an den Abstieg zum Camp ging. Und das Stück war wirklich schön. Durch Eichenwälder und mit tollem Ausblick auf die Wüste.

Der Abstieg war schnell geschafft und ich sehr froh endlich am Camp zu sein. Zwischen mir und meinem Abendessen stand damit nur noch das Wasser holen. Das waren zwar nur 0,2 Meilen einfach, aber unglaublich steiler Weg.

Dafür gab es einen Picknicktisch, an dem wir alle zusammen gegessen haben.

Um 20h war ich endlich im Zelt. Heute Nacht werde ich sicher gut schlafen!

Hinterlasse einen Kommentar