Was war das für eine herrliche Nacht. Weicher Boden, angenehm kühl, das sanfte Rauschen des Baches im Hintergrund.
Um 5:40 bin ich aufgestanden, um 6:40 los gewandert.

Die ersten 6 Meilen ging es, zu Beginn noch im Schatten, durch das Flussbett. Und das war nicht weniger ermüdend als gestern. Meine Socken sind zwar über Nacht getrocknet, meine Schuhe waren aber noch nass. Was am Ende auch egal war, da ich ziemlich schnell das erste Mal wieder durch den Bach gegangen bin.



Wir waren alle froh, als dieser Abschnitt vorbei und wir wieder über den Trail gehen konnten. Dabei waren einige Abschnitte auch heute wieder unterspült oder in schlechtem Zustand.



Um 11:30 hatte ich 7 Meilen und 900 Höhenmeter überwunden. Und die waren nicht einfach. In der prallen Sonne habe ich mich ziemlich schwer getan. Das haben Oats und Moon auch mitbekommen und haben mich aufgemuntert.
Zeit für eine kleine Pause im Schatten am Wasser. Durch den drohenden Noro-Virus habe ich kein Wasser gefiltert, obwohl ich nur noch einen halben Liter über hatte.
Stattdessen bin ich nach der Pause 2,5 Meilen weiter gewandert. Da bin ich dann das Risiko eingegangen und habe doch Wasser gefiltert. Ich hoffe das geht gut

Danach gab es eine kleine Orientierungsaufgabe: der Trail war nämlich komplett weg. Paul dachte, dass er den Trail gefunden hatte. Der Weg war aber im wahrsten Wortsinn so abwegig, das ich umgekehrt bin und mir eine andere Alternative gesucht habe. 20 Minuten später hatte ich den Trail wieder gefunden.
Hier gab es die nächste, längere Pause. Ich muss mir echt angewöhnen, auch von den Pausen Fotos zu machen… Während der Pause haben wir die nächsten beiden Tage geplant. Und den Rest diesen Tages. Aber zuerst ging es noch eine Meile weiter zur nächsten Wasserquelle. Der letzten für 16,4 Meilen.
Die Truppe rund um Sid ist an der Wasserquelle geblieben. Wir haben uns eine Tentsite in 7,2 Meilen als Ziel gesetzt. Bei einem Start um 15:30 mit nochmal 600 Höhenmetern ganz ordentlich.
Aber das Wetter hat, für mich, mitgespielt. Es hat sich bewölkt und war deutlich kühler als am Morgen. Und die Aussicht war der Hammer! Der höchste Punkt war dabei knapp 2.600m hoch. Und auch ein paar kleinere Schneefelder gab es wieder zu queren.





Als dann zur Bewölkung aber auch noch Wind dazu kam, da haben wir doch Gas gegeben. Unser Lagerplatz ist allerdings etwas exponiert. Und der Wetterbericht hat Temperaturen knapp über 0 Grad, mit Wind und evtl. sogar Regen vorhergesagt.
Trotzdem haben wir wie gehabt gemeinsam zu Abend gegessen. Auch wenn wir uns alle beeilt haben, um möglichst schnell in unsere warmen Schlafsäcke zu kommen

