Tag 16 02.05 Road crossing (Mi 206,8) – Mesa Wind Farm (Mi 213,4) – 6,6 Mi

Ich habe richtig schlecht geschlafen. Ständig hat mich ein Auto, ein Bellender Hund oder ein anderer Hiker, der auf Toilette müsste geweckt. Und ab 4h hat ein verdammter Hahn angefangen zu krähen. Und ab kurz vor 6 kamen noch Züge dazu.

Gegen 7:30 gab es Frühstück. Frisch gebackene Biscuits und Auflauf mit Käse, Kartoffeln oder Schinken.

Im Anschluss haben wir alle unsere Winterausrüstung verpackt, um sie erst wieder in der Sierra benutzen (und vor allem schleppen) zu müssen.

Und dann hieß es warten, bis Nitsy wieder zurück kam, damit wir zu Walmart fahren können.

Nachdem wir bei Walmart Einkaufen waren, sind wir zum Mittagessen zu In&Out-Burger.

Im Anschluss haben wir im Postamt unsere Winterausrüstung verschickt. Jetzt ist mein Rucksack wieder etwas leichter und kleiner

Von dort aus ging es zurück zum Hostel und Nitsy hat einige andere Aufgaben erledigt. Also haben wir essen umgepackt, ein paar Snacks gehabt und gechillt. Ich habe sogar eine kleine Runde schlafen können.

Aber ehrlich gesagt hat sich der Weg zurück zum Trail dann doch länger hingezogen als geplant. Wir waren erst um 15:15 wieder unterwegs. Voll gepackt mit 7 Hikern inkl. Rucksäcken in einem Wagen. Um 15:45 waren wir wieder am Trail.

Nitsy durfte uns nicht ganz an den Startpunkt bringen, da dass eine Privatstraße ist. Also haben wir unsere Rucksäcke an den Straßenrand gestellt und sind die letzten Meter zurück zum Start gegangen. Wir wollen ja hinterher sagen können, dass wir den ganzen Weg von Mexiko nach Kanada gegangen sind.

Angekommen kam gerade Sunfish um die Ecke. Und der sah furchtbar aus. Er hat sich erkältet und nur noch voran geschleppt.

Die ersten 2,5 Meilen vergingen ziemlich schnell. Wir sind heute das erste Mal offiziell in der Wüste unterwegs. Und das hat man am Sand schon gemerkt. Und an den zwei Klapperschlangen, die ich heute auf dem kurzen Stück gesehen habe. Schon komisch. Gestern morgen bin ich noch neben einem Schneefeld aufgewacht, jetzt wandere ich durch die Wüste.

Rückblick auf San Jacinto und die Fuller Ridge

So waren wir schnell an der Unterführung unter der I-10. Und wer sitzt da? Sprout, Sid und Paul! Und Dave, der das erste Mal Trail Magic verteilt hat. Außerdem ist an der I-10 die „Hiker Oasis“ und ein Wasser-Cache. An der Wand verewigen sich alle Hiker des jeweiligen Jahrgangs.

Nach nur einer kurzen Pause haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Wir sind heute schon lange genug versackt.

Und dann stoppte Twins auf einmal mit einem „ohohoh“ mitten im Schritt. Da blockierte jemand unseren Weg …

Da die „Danger Noodle“ sich nicht wirklich weg bewegen wollte, haben wir einen Haken drum herum geschlagen.

Kurz nach 18h sind wir an der Mesa Wind Farm angekommen. Eigentlich sind die für die Windräder zuständig. Uneigentlich erlauben Sie Hikern Ihre Toiletten zu benutzen, stellen auf Spendenbasis Trinkwasser bereit und verkaufen zum Selbstkostenpreis Sodas und Mikrowellen Gerichte.

Zuerst haben wir bei kühlen Sodas gemütlich zusammen gesessen. Und nachdem wir unsere Zelte aufgebaut haben, haben wir, dass erste Mal, im Schein unserer Stirnlampen gekocht und zu Abend gegessen.

Das war zwar ein kurzer Wandertag. Ich glaube aber, dass das genau der Tag war, den ich heute gebraucht habe.

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