Tag 14 30.04. Humber Park (+2,5) – Saddle Junction (Mi 179,4) – San Jacinto Peak (+5) – Tentsite (Mi 187,5) – 8,1 Mi

Letzte Nacht habe ich besser geschlafen als in der davor. Trotzdem bin ich vor meinem Wecker um kurz vor 6h aufgestanden. Nach dem frisch machen, habe ich als erstes meinem besten Freund zum Geburtstag gratuliert. Happy Birthday!

Im Anschluss habe ich meine Sachen fertig gepackt, 8x kontrolliert ob ich auch wirklich alles habe und bin zum Campingplatz gegangen. Hier sollte uns um 7h der Trail Angel Grumpy abholen. Und der war sogar pünktlich (im Gegensatz zu einem gewissen Dänen 😅). Und trotzdem waren wir um 7:15 schon unterwegs.

Der Tag begann mit Bonusmeilen, den Devils Slide Trail wieder hoch. Ca 2,5 Meilen und 500 Höhenmeter. 1,5h später war das geschafft.

Vor dem Tag heute hat mir im Vorfeld gegraut. Die eigentlichen Trail Meilen sind heute überschaubar, aber der Aufstieg über den Devils Slide Trail und vor allem danach die Besteigung von San Jacinto, dass hat mich schon eingeschüchtert.

San Jacinto ist mit knapp 3.300m Höhe der höchste Berg der gleichnamigen Gebirgskette. Und Saddle Junction liegt bei 2.463m. Ordentlich Höhenmeter also. Und das durch den Schnee. Aber naja, hilft ja nichts. Wann komme ich schon das nächste Mal wieder hier her?

Die ersten zwei Meilen ging es über den offiziellen PCT. Zwar auch schon mit etwas Schnee, aber überschaubar.

Dann kam die Abzweigung: San Jacinto Peak oder PCT. Außer unserer Gruppe waren noch einige andere da, so das wir mit fast 12 Personen den Aufstieg begonnen haben.

Und heute lief es irgendwie nicht so richtig gut für mich. Ob es das Kopfkino war, oder das die Beine nach dem Ruhetag noch nicht wieder ganz wach waren? Ganz sicher. Vor allem hat aber die Höhe mit reingespielt. Die dünnere Luft habe ich deutlich gemerkt und ich musste deutlich kräftiger atmen. Zwischenzeitlich ist mir sogar mal die Luft weg geblieben. Da ich aber keine Anzeichen der Höhenkrankheit erkannt habe, bin ich weiter gewandert.

Oder vielleicht sollte ich sagen, habe ich mich weiter geschleppt. Dabei hat es mir durchaus gut getan, dass einige der anderen genauso zu kämpfen hatten.

Das letzte Stück zum Gipfel bin ich alleine gewandert. Sogar mit einer kleinen Orientierungs-Extrarunde. 😉 Aber auf einmal war die Schutzhütte da, die direkt unter dem Gipfel steht.

Nur Augenblicke später war ich auf dem Gipfel, wo Oats, Twins, Maxime und Natasha schon Pause gemacht haben.

Eine Mega Aussicht von da oben! Auch wenn der Aufstieg super anstrengend war, es hat sich gelohnt.

Als wir gerade mit dem Abstieg begonnen, da kamen die anderen am Gipfel an. Super das sie es auch noch geschafft haben!

Aber dann kam der Abstieg. Und hier muss ich einen neuen Begriff einführen: Postholing. Das bedeutet, dass man im weichen Schnee einbricht und sich langsam durchkämpfen muss. Ich habe aufgehört zu zahlen, wie oft ich bis zur Hüfte im Schnee eingebrochen bin.

Ich wollte nur noch ankommen. Und zum Schluss hat man allen angemerkt, wie müde sie sind. Insgesamt sind wir 20,42km gewandert. Und haben 1.527 Höhenmeter, 858 Meter nach unten in 11:07h überwunden.

Kurz vor unserem geplanten Lagerplatz ist Maxime noch gestolpert und hat sich, vermutlich, etwas geprellt. Als wir gegangen sind, da konnte er zwar gehen, wollte sich aber schonen. Also campt er mit anderen zusammen.

Unser Lagerplatz ist auf etwas über 2.653m Höhe. Neben Schneefeldern. Und der Wind pfeift auch ganz gut. Schon also, das meine Schuhe, Socken und Hose nass bis klamm sind. Das wird ein Spaß morgen früh…

Hinterlasse einen Kommentar