Letzte Nacht war es ganz schön kalt. Und zu hören gab es auch einiges: Vogle, Kojoten, Helikopter der Border Control, Hunde, …
Die ungewohnten Geräusche, die Temperatur, zum ersten Mal seit langem Mal wieder im Zelt und sicher auch die Aufregung haben mich nicht wirklich gut schlafen lassen. Aber so konnte ich zumindest aus dem Zelt heraus den Sonnenaufgang beobachten.

Noch vor 6 waren nahezu alle wach und schon kurz danach die meisten Zelte abgebaut. Dann gab es Frühstück: Obst, Müsli, Bagels mit Frischkäse oder Schoko Pancakes. Und Kaffee 😁
Lange hat mich aber auch das nicht gehalten und so war ich schon um 07:15h am Southern Terminus. Jetzt kann die Reise wirklich losgehen. Endlich!


Zusammen mit einigen anderen bin ich dann los gewandert. Natürlich erst nachdem ich das Logbuch unterschrieben habe.
So viele träumen davon, den PCT zu wandern. Und so wenige machen es. Daher ist der erste Wegmarker und die erste Meile etwas ganz besonderes.


Kurz danach habe ich die anderen alleine weiter wandern lassen. Ich muss noch meine Winterausrüstung am Postamt abgeben. Und das macht erst um 08:30 auf. Also 45 Minuten Zwangspause. Eisaxt, Spikes und meine gute Regenjacke habe ich dann … kreativ verpacken dürfen, da keine der Boxen groß genug war.

Nachdem das erledigt war, konnte ich endlich weiter. Und die ersten Meilen waren super und verflogen quasi. Nur leichte Steigungen, ein gut zu gehender Trail, angenehme Temperaturen und eine leichte Brise.




Ab ca. 10h wurde es wärmer. Und habe ich schon gesagt, dass ich damit nicht soo gut zurecht komme 😅Ab da wurde der Tag anstrengender. Und irgendwie auch steiler. Insgesamt habe ich mich heute schwer getan, da mein Rucksack mit dem ganzen Essen und 4L Wasser schon ein ordentliches Gewicht hatte.
Alleine, in meinem Kopf, habe ich mich langsam, alt und schwach gefühlt. Aber jedes Mal wenn ich mich mit jemand anderem unterhalten habe, ging es denen genau so. Mal vom alt sein abgesehen. 😉



Unterwegs habe ich auch meine erste Klapperschlange gesehen. Sie lag nur mit dem Kopf auf dem Trail. Zum Glück habe ich sie rechtzeitig gesehen! Ich habe dann mehrere Male fest auf den Boden getreten. Die Erschütterungen mochte sie nicht besonders, und hat sich schnell davon gemacht.
Den Abschluss nach Hauser Creek bestand erst aus einem Fahrweg und später einem schmalen Bergweg.
Und was war das schon, dass ich mich im Bach waschen konnte! Noch stellt sich die Frage Tan (Bräunung)- oder Dirt (Schmutz) Linie nicht. Lange wird das aber nicht dauern.

Bei Hauser Creek hat fast die ganze Gruppe, die auch gestern Abend da war und heute morgen gestartet war, dass Lager aufgeschlagen.

Beim Abendessen haben wir uns alle etwas besser kennen gelernt.
