Tag 138: ME 15 nach Stealth Camp (2077,5 – 2091,8 Mi)

Trotz Müdigkeit und allem habe ich nicht gut geschlafen. Erst kam ich nicht in den Schlaf und dann war ich um 4:20 schon wieder wach. Dösend habe ich mich aber noch bis 6h gerettet. Zum Frühstück gab es 3 Eier mit Bacon und Bratkartoffeln und Pancakes satt.


Die meisten der Anderen mussten morgens zur Post, und so war ein fast freier Vormittag angesagt. Im Hostel ist auch ein Outfitter, und endlich hatte ich Glück! Schuhe in der richtigen Große! Also habe ich für die letzten 115 Meilen doch endlich neue. Die Alten waren aber auch echt durch!


Danach hieß es Vorräte für sieben Tage kaufen. Davon muss ich aber nur die Hälfte tragen. Den Rest lassen wir uns nach drei Tagen in die 100 Miles Wilderness liefern.Außerdem hatte ich noch Glück im Unglück. Der Besitzer des Hostels hatte noch ein altes iPhone 4. Da mein Handy anscheinend tot ist, kann ich so wenigstens Fotos machen. WhatsApp, telefonieren und alles andere fällt aber leider flach. Das Handy hat eine integrierte SIM. Und das iPhone ist so alt, das ich keine aktuelle App darauf installieren kann. 😦


Um 12:15 wurden wir zurück zum Trail gebracht. Und um 12:40 sind wir dann in die letzte Section gestartet: die 100 Miles Wilderness. Zwischen hier und Baxter Statepark, der Heimat von Katahdin, gibt es keine weitere Stadt mehr. Nur noch Forstwege, Wald, Seen und Flüsse und Berge.


Der Einstieg in die Wilderness war recht sanft. Vorbei an schönen Seen und nur wenige zahme Anstiege standen heute auf dem Programm.
Dafür durfte ich heute aber schon zweimal einen Fluss furten. Das heißt: Schuhe aus, Crocs an und ab durch das Wasser. Eigentlich sogar ganz angenehm. Nur braucht das immer Zeit. Und da wir heute erst so spät losgekommen sind und wieder Regen droht, war das nicht so ideal.

Ein Highlight gab es zwischendrin dann aber doch noch: ein Bibersee mit einer großen Burg in der Mitte. Und hier habe ich auch meinen ersten Biber gesehen, wie er lustig in seinem See geschwommen ist und an dem ein oder anderen Stamm geknabbert hat. 😀


Alles in allem sind wir super durchgekommen. Als es dann aber 19:30 war, da waren wir doch bereit für das Nachtlager. Und eigentlich wollten wir auch noch 0,7 Meilen weitergehen… Aber Fumbles hatte Ihr Zelt kurz nach dem letzten Fluss aufgebaut. Das kam uns gerade Recht. Und mit Zelt aufbauen, Wasser filtern und kochen wurde es auch so schon 20:50 bis Ruhe einkehrte. Nur Wildcard ist wie geplant zum nächsten Shelter weiter gewandert.

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