Tag 137: Bald Mountain Brook Lean-to nach ME 15 nach Monson / Shaws Hiker Hostel (2055,5 – 2077,5 Mi)

Gestern Nacht hat es noch richtig angefangen zu schütten. Gegen Mitternacht ist sogar ein Gewitter durch gezogen. Ich habe trotzdem gut geschlafen. Und nachdem ich um 5:20 aufgestanden bin, konnte ich mein Zelt sogar im trockenen abbauen. Gestartet bin ich um 6:45, noch in Regensachen.


Die Regenjacke habe ich aber schnell wieder ausgezogen, denn es ging hoch auf Moxie Bald Mountain. Die 1.300 Fuß über 2,2 Meilen sahen auf dem Papier schlimmer aus, als es letztendlich war.


Auf dem Gipfel war die Aussicht dann Null. Aber in den Wolken zu wandern hatte schon etwas ganz besonderes. Irgendwie eine tolle Stimmung.


Der Abstieg war dank der nassen Felsen und Wurzeln nicht wirklich schön, aber machbar.


Danach Begann dann eine quasi Rennstrecke: die nächsten 10,2 Meilen verliefen, von mehreren kleinen Bumps abgesehen, flach abwärts. Nur die gelegentlich auftretenden Pennsylvania Felsen oder massive Anhäufungen von Wurzeln haben mich gebremst.Und immer wieder dazwischen: Regen!
Aber der Regen war mir heute relativ egal, immerhin haben wir für heute Nacht ein Hostel in Monson reserviert.


Am Horseshoe Canyon Lean-to gab es Mittag. Hier habe ich alle meine restlichen Vorräte vernichtet. Morgen kann ich ja neue Vorräte kaufen und so wird mein Rucksack auch nochmal leichter.

Danach habe ich mir Musik auf die Ohren getan und bin zügig weiter gewandert.


Und nach etwa einer Stunde fing der Regen richtig an. Zuerst war es „nur“ Regen, aber der entwickelte sich zu einem richtigen Wolkenbruch. Ich hatte hier in Amerika schon Duschen mit weniger Druck als dieser Regen!
Und dann, nur noch 10 Minuten vor dem Ziel hat der Regen dann durch den angeblich wasserdichten Rucksack gedrückt und mein Handy hat sich ausgeschaltet. 😦


Um 16:40 war ich dann, total durchnässt an der ME 15. Bis alle da waren, war es 17h. Das Shuttle von Shaws hat uns nur wenig später abgeholt und ins Hostel gebracht. Und selten hat mir eine heiße Dusche so gut getan. Ich glaube durch das lange wandern ohne Regenjacke stand ich kurz vor einer leichten Unterkühlung. 


Nachdem wir alle sauber waren sind wir zum Abendessen gegangen. Die Besitzerin des Lakeshore House hat und wohl angesehen, das uns kalt war. Denn solange wir auf unseren Tisch für sieben Personen warten mussten, hat sie uns mit heißem Tee aufgewärmt. Das Essen war sehr lecker, allerdings hat es ewig gedauert. So waren wir erst nach 21h zurück im Hostel.
Und mein Handy? Das zeigte gar kein Lebenszeichen mehr. Ich hoffe das es sich morgen wieder starten lässt! 

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