Tag 136: Pierce Pond Lean-to nach Bald Mountain Brooke Lean-to (2036,8 – 2055,5 Mi)

Es war eine wunderbare Nacht. Angenehm kühl, weich auf den Piniennadeln und durch das frühe zu Bett gehen schön lang. Und der Morgen war auch entspannt, da heute eine Flussüberquerung mit einer Fähre ansteht.

Und kurz nach dem Frühstück rief Wildcard dann plötzlich: ein Elch! Und der frühstückte auch gerade.

Deshalb bin ich auch erst um kurz vor 7h losgelaufen.

Aber bis zur Fähre sind es auch nur 3,7 Meilen. Und die verliefen die meiste Zeit entlang eines Baches. Meistens angenehm, gelegentlich war es aber auch ein elendes gestochene zwischen Wurzeln und Steinen.

Um 8:30 bin ich am Kennebec River angekommen. Hier gab es eine Zwangspause, bis die Fähre kam. Der Fährmann Greg kam gegen 9:15 an. Und bis wir alle übergesetzt hatten, war es fast 10h.

Nur wenige Meter von der Anlegestelle entfernt liegt Caratunk. Zumindest Teile davon. Und einer dieser Teile ist das Caratunk House B&B. Hier gibt es neben dem B&B die Möglichkeit Vorräte einzukaufen – und frische, selbst gemachte Milchshakes! Und der Shake war so gut! Und anscheinend hatte ich Hunger. Denn neben dem Shake habe ich noch eine Cola, zwei Snickers und ein großes Honeybun verputzt. Geschätzte 1.800 Kalorien in 30 Minuten. Nicht schlecht. 😁

Bis Caratunk ging es nur abwärts. Das änderte sich danach allerdings. Die nächsten drei Meilen führten 1.800 Fuß aufwärts auf Pleasent Pond Mountain. Und der größte Höhenunterschied lag dabei in der letzten Meile.

Bis auf die Kanufahrt heute morgen war der Tag bisher eher monoton. Vor allem hatte ich inzwischen von Wurzeln erst einmal die Nase voll. Dazu kam, das Regen in der Luft lag. Dadurch war die Luftfeuchtigkeit enorm hoch, und ich komplett durchgeschwitzt als ich am Gipfel ankam. Auch wenn es dank der Wolken keine Aussicht gab, so war alleine die Abwechslung schön. Und hübsch war es auch.

Bis hierhin waren wir heute alle mehr oder weniger für uns selbst gelaufen. Denn folgenden Abstieg sind wir allerdings zusammen gelaufen und haben uns so die Zeit vertrieben. Und uns gegenseitig unser Leid geklagt, das wir heute alle so müde sind. 😉

Unten im Tal haben wir einen SoBo getroffen, der uns vor der schlechten Wasserquelle an unserem Shelter gewarnt hat. Also haben wir am Fluss schon all unsere Wasserbehälter aufgefüllt und sind voll beladen die letzten 2,7 Meilen bergauf gewandert. Die flache Steigung und das meist einfache Gelände haben es mir dabei einfach gemacht. Und so war ich dann auch sehr überrascht, als ich nach einer Stunde schon am Shelter war. Und da war es erst 17:35.

Ich habe dann schnell mein Zelt aufgebaut, damit ich zur Not, falls es anfängt zu regnen, schnell darin verschwinden kann. Das Abendessen war dann auch für uns alle entsprechend früh. Und um 19h haben wir uns alle eine gute Nacht gewünscht. Jetzt hoffe ich nur noch, das der Regen sich noch bis Morgen Abend Zeit lässt.

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