Der Schnarcher in unserem Raum hat sich zum Glück diese Nacht etwas zurückgehalten, so das ich besser geschlafen habe. Frühstück gab es wieder um 7h und Abfahrt war ebenfalls wieder um 8h. Und heute haben wir mitten auf der Straße einen Elch gesehen. Einen Moment lang sag es so aus, als ob er auf unser Auto zulaufen wollte. Er hat es sich aber wohl doch anders überlegt und ist im Gebüsch verschwunden. Um 8:30 bin ich wieder gewandert.

Das Höhenprofil für den heutigen Tag versprach einiges – vor allem einen entspannten Tag. Bis auf zwei sichtbare Hügel war der Weg für heute flach. Und selbst die brachten, wenn überhaupt, 600 Fuß Höhenunterschied. Und die ersten 1,7 Meilen, bis zum ersten Hügel, war der Trail auch wirklich einfach und schön zu laufen.


Und auch dieser erste Hügel war kaum spürbar. Nach den Bergen der letzten Wochen sind wir geflogen.


Von den Bergen aus waren gestern ja einige Seen sichtbar. Und an genau denen sind wir heute vorbei gekommen. Einfach wunderschön! Hier ein kleines Häuschen wäre was feines für den Sommer. 😎


Und zur Abwechslung zwischen Seen und Waldwegen waren ein paar Biberseen und Sümpfe eingestreut.


Und über die schöne Landschaft und den angenehmen Trail war der zweite, höhere, Anstieg kaum spürbar. Und so war nach neun Meilen und vier Stunden die Mittagspause auch verdient.

Weiter ging es vorbei am Great Carrying Pond. Einem wunderschönen See, der sogar einen kleinen Sandstrand hat.



Von dort aus waren noch etwas über fünf Meilen bis zum Shelter über. Und die haben wir alle in knapp zwei Stunden geschafft. Die meiste Zeit war der Trail dabei wunderbar entspannt, nur ganz selten hat er uns mit Wurzeln, Steinen oder umgestürzten Bäumen geärgert.


Und so war ich, inzwischen vollkommen ungewohnt, um 16h schon am Shelter.

Den Nachmittag habe ich mit dem schreiben meines Blogs begonnen, so das ich den restlichen Nachmittag frei hatte. Die freie Zeit habe ich genutzt um am See zu sitzen und meine Füße zu kühlen, mit den anderen rum zu flachsen und die Sonne zu genießen.

Das Abendessen haben wir mit toller Aussicht direkt am See genossen. Da schmecken die Nudeln gleich doppelt so gut. 😉

Und zum Nachtisch gab es wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Danach hat Wildcard noch ein Lagerfeuer gemacht und wir haben noch etwas gemütlich zusammen gesessen.

Und so ist ein sehr schöner und entspannter Tag zu Ende gegangen. Und der, genauso wie der einfache Trail heute, hat uns allen gut getan.