07.07.2019 – Tag 105: Cobble Road nach The Hemlocks Shelter (1501,8 – 1514,8 Mi)

Wie gut so eine trockene Nacht in einem echten Bett doch tun kann. Heute morgen bin ich gut erholt, wie immer, um kurz nach 5h wach geworden. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr zu dösen, und habe etwas gelesen, bis um 7h, als die beiden dann auch wach waren. Wir sind dann gemeinsam zum Frühstück gegangen. Und für ein amerikanisches Hotel war das auch gar nicht so schlecht. 😉 Danach haben wir noch etwas im Zimmer gesessen und entspannt, bis wir um 9:30 dann wieder unterwegs waren und die eine Meile entlang der Straße zum Trail zurück gewandert sind. Jetzt trocken und bei Sonnenschein.

Um 10h waren wir endlich wieder auf dem Trail. Die ersten Stunden hat mir mein Handy noch Sorgen gemacht. Die Lautstärkeregelung war ständig aktiv und wenn ich Fotos gemacht habe, hat das Ding ganze Fotoserien geschossen (teilweise 20 Fotos). Es hat bis zum Nachmittag gedauert, bis sich das gelegt hat…

Und heute war wunderbares Wanderwetter. Sonnig, nicht zu warm und immer eine angenehme kühle Briese. Die zwei waren heute nicht so schnell unterwegs, aber für mich lief es. Wie die Amis sagen, heute habe ich es gefühlt. Und auch wenn es erst aufwärts ging, war das doch super zu laufen und fühlte sich fast flach an.

Gegen halb eins war ich am Gipfel von Bear Mountain. Zusammen mit einer ganzen Horde Day-Hikern. Da der Platz und die Aussicht aber so schön waren, habe ich hier trotzdem Pause gemacht.

Danach ging es abwärts: zuerst ziemlich steil, später ganz sanft entlang eines Baches. Und auch da habe ich wieder eine große Gruppe Sonntagswanderer getroffen. Die hatten allerdings kleine Zipbeutel mit Kirschen als Trail Magic dabei. Sehr lecker!

Und dort am Fuße von Bear Mountain war auch schon die Grenze zu Massachusetts. Damit muss ich nur noch vier von 14 Staaten durchwandern! Hier habe ich nach längerer Zeit auch Brooklyn das erste Mal wieder gesehen. Schön Ihn nochmal zu sehen und etwas mit Ihm zu schnacken.

Nun folgte der Aufstieg auf Mount Race und die zugehörige Ridgeline. Das war schon ein ordentlicher Anstieg.

Aber dafür wurde ich oben auch mit super schönen Ausblicken und einer traumhaften Ridgeline belohnt. Hier oben habe ich meine nächste längere Pause gemacht.

Ausblick von Mount Race

Der Abstieg danach war verglichen mit dem direkt danach abschließenden Aufstieg mehr als zahm. Der Aufstieg hatte es richtig in sich. 700 Höhenfuß in 0,7 Meilen. Ich musste schon lange bei keinem Aufstieg mehr eine Pause einlegen (meist reicht es langsamer zu laufen), aber hier waren ein paar Stops nötig. Und das trotz der Holzstufen, die der örtliche Mountain Club da eingebaut hat.

Der Gipfel von Mount Everett bietet leider keine so spektakulären Aussichten. Aber schön ist es trotzdem. Schon alleine deshalb, weil ich den Aufstieg geschafft hatte und nicht nochmal machen musste. 😉

Der Abstieg sah im Guidebook genau so aus wie der Aufstieg. Letztendlich war er aber extrem einfach, von ein paar Stufen abgesehen.

An der Guilder Pond Picnic Area habe ich auf Fireball und 5 O’Clock gewartet. In der Zwischenzeit habe ich etwas Trail Magic genossen: eiskaltes Wasser! Und ein Pärchen mit Ihrem Hund haben sich mit mir (später uns) länger unterhalten. Er ist totaler AT Thru-Hiker Fan und schaut diverse YouTube Vlogs.

Die letzten 0,4 Meilen zum Shelter waren schnell geschafft und wir um 18h da. Die Gegend hier scheint extrem beliebt zu sein, denn im Abstand von 0,1 Meilen sind zwei Shelter. Wir haben uns, genauso wie zwei andere Hiker, für den ersten entschieden. Am zweiten lagert nämlich eine Truppe Boyscouts.

Wichtig: ich habe *vor* dem Schild mit noch Camping gezeltet, nicht dahinter. 😉
Veröffentlicht in Juli

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