Gestern Abend war ich so fertig, das ich schon um 20:30 eingeschlafen bin. Und ich habe bis heute morgen um kurz vor 5h, als die ersten Vögel anfingen zu singen, durch geschlafen. Und das trotz starkem rollen. Aufgestanden bin ich um 6:30, gestartet um 7:10.
Die ersten Meter auf dem Trail kannte ich ja schon von gestern Abend. 🙂

Nach einem kurzen Abstieg kam ich an der West Dover Road an. Hier steht die größte Eiche auf dem Appalachian Trail, die Dover Oak.

Dahinter führte der Trail an Feldern und Wiesen…


… oder durch Sumpfgebiete hindurch.

Und schon um 8:20 war ich an der Appalachian Trail Railroad Station. Die einzige Eisenbahnstation direkt auf dem Trail – und der direkte Weg nach New York City!

Direkt daneben ist das Native Landscapes Garden Center. Und die waren super freundlich! Obwohl sie eigentlich erst um 9h öffnen, haben sie mir schon vorher Sodas und Eis verkauft, mir angeboten mein Handy zu laden, und mein Wasser konnte ich auch auffüllen. Hätte ich gewollt, dann hätte ich auch die kostenlose Outdoor Dusche nutzen können. Die wäre bei den Temperaturen heute aber verschenkt gewesen.


Nach dieser schönen Pause ging es durch weitere Felder und später durch den Wald weiter. Und heute lief es richtig gut!



Gegen kurz nach 11h bin ich am Wiley Shelter angekommen und habe die nächste Pause eingelegt.

Die nächsten fünf Meilen bin ich fast gesprintet, denn nur ein Stück von der Bulls Bridge Road entfernt ist der Bulls Bridge Country Store.



Dazwischen kam aber erstmal die Grenze zu Connecticut! 😎


Der Country Store war komplett belagert von Hikern. Insgesamt waren wir zu 11. Und wir alle haben ein paar Snacks, Eis und kühle Getränke genossen. Dabei haben wir Geschichten und Witze erzählt und hatten einfach eine gute Zeit.

Von dort aus waren es weniger als acht Meilen bis zum Shelter. Und wir wurden alle etwas übermütig, da der Tag bis dahin glatt dahin geflogen war.


Der Aufstieg der jetzt kam, hat mich wortwörtlich zum tropfen gebracht. In der übelsten Nachmittagshitze, ein steiler und steiniger Aufstieg par excellance.



Und die darauf folgende Ridgeline ging genau so fordernd weiter.



Um 18:20 war ich am Shelter. Und das genau rechtzeitig. Denn ich hatte gerade angefangen mein Zelt aufzubauen, da rief jemand vom Shelter aus „Trail Magic“. Zwei Thru-Hiker vom letzten Jahr wollten etwas Magie zurück geben.
Das einzig abschreckende? Conneticut ist auch verschrien als Conne-tick-cut. Ticks sind Zecken. Und einer meiner Mitwanderer hat, am Shelter sitzend ganze 5 Zecken von sich runter gesammelt! Danach hat es mich die ganze Nacht über gejuckt.
Stretch ist auch wieder da. Er war das Wochenende über zu Hause und hat sich, um in der Nähe seines Sohns zu bleiben, etwas weiter aufwärts absetzen lassen.

Das haben wir alle sehr gerne angenommen und haben bis fast 20:30 zusammen gesessen, gegessen und getrunken, erzählt und gelacht. Danach bin ich müde, glücklich und vielleicht auch etwas betrunken 😉 in mein Zelt geklettert.
