Heute morgen bin ich ziemlich müde wach geworden. Die letzte Nacht war schwül warm, und das ist für mich nicht besonders erholsam. Gut also, das heute nur ein kurzer Tag ansteht. Aufgestanden bin ich um 6:30 und los gelaufen um 7:50.

Zum Start war der Trail heute richtig zahm. Ein schöner Waldweg mit leichten Auf- und Abs.



Nach etwas über zwei Stunden waren die ersten fünf Meilen geschafft. Und hier an der Bundesstraße NY 52 wäre wieder die Chance da gewesen, 0,5 Meilen zu einem Deli zu wandern. Heute habe ich mich dagegen entschieden. Irgendwann muss ich ja auch mal mein eigenes Essen essen. Und hey, das sind .5 Off Trail. 😉



Jetzt gab es einen kleinen Roadwalk: über die I-40 hinüber und die Grape Hollow Road entlang.


Und dann gab es wieder Wasser Trail Magic. Und diesmal sogar gut gefüllt. Das gefällt mir im Moment besonders gut, da mein Wasserfilter langsam den Geist aufgibt und zusätzlich noch aus 5 Löchern leckt.

Weiter ging es hoch zum Morgan Steward Shelter.


Hier habe ich eine längere Pause gemacht. Immerhin waren bisher schon neun Meilen geschafft, bis zum Ziel waren es weniger als acht und es war noch nicht einmal 12h.

Und auch der weitere Weg war gut zu laufen. Einzig die Mücken waren heute richtig schlimm. Teilweise haben die sich nicht Mal von dem Mückenspray abhalten lassen. Allerdings hält das bei mir auch nicht besonders lange. Auf der Packung steht was von 16 Stunden. Ich schwitze aber so abartig stark, das ich meistens meinen Schutz nach einer Stunde schon weg „gewaschen“ habe.



Danach gab es etwas besonderes. Den Nuclear Lake. Der heißt so, da hier in den 1970ern eine Plutonium Forschungsanlage war. Die ist nach einem Chemieunfall dann 1972 geschlossen worden. Und angeblich ist das Wasser auch wieder gut. Ich habe trotzdem verzichtet. 😉


Die letzten drei Meilen zum Shelter waren ein Katzensprung.



Nur leider bin ich 0,3 Meilen zu weit bergab gesprungen. Ich habe nämlich das Schild zum Shelter verpasst. Also durfte ich als Wiedergutmachung das ganze steile Stück wieder hoch kraxeln. Und trotzdem war ich kurz vor 16h schon da.
Ich habe dann erst einmal einen guten, oder hier eher: den an wenigsten schlechten, Zeltplatz gesucht und mein Zelt aufgebaut.

Anschließend habe ich in Gesellschaft mein Wasser gefiltert.

Beim Abendessen waren wir zu fünft: Fireball und Five O’Clock, Unicorn und J-Rock und ich.
Kurz nach 19h war ich schon im Zelt. Ich hoffe ich kann heute gut schlafen, ich bin nämlich richtig müde. Aber nach über 1.400 Meilen in 100(!) Tagen ist das glaube ich auch ok. 😉 Allerdings liege ich etwas abschüssig, so das ich diese Nacht wahrscheinlich ziemlich viel rollen werde…