Ab und zu ist es doch sehr erholsam in einem richtigen Bett zu schlafen. Und da ich erst um 9:30 zum Frühstück verabredet war, hatte ich auch noch genug Zeit um auszuschlafen, morgens in Ruhe meine Sachen zu packen und etwas zu lesen. Das Frühstück gab es an der nahen Tankstelle.

Per UBER ging es zurück zum Trail, wo ich um 10:20 weiter gewandert bin. Das UBER-Car war allerdings so schnell da, das ich meinen heißen Kaffee fast weg-exen musste. So einen Stress am frühen morgen kann ich ja besonders gut leiden. 😉

Die erste Meile war sehr schön. Allerdings war es auch schon warm und das mit einer ziemlich hohen Luftfeuchtigkeit. Somit war ich nach 15 Minuten schon komplett nass.



Als nächstes folgte eine Berühmtheit auf dem Trail: der Lemon Squeezer. Mit dem vollen Rucksack auf dem Rücken war da für mich kein Durchkommen. Und kurz davor habe ich Stretch getroffen. Ihn habe ich das letzte Mal in meiner ersten (!) Nacht in Georgia getroffen. Er kam von einem Seitentrail und wollte mir einreden ich ginge nach Süden.😉 Der Arme hat einen White Blaze übersehen und ist wieder zurück vor den Lemon Squeezer gewandert.

Direkt daran anschließend gab es noch eine nette Kletterei.




Die nächsten Meilen bin ich zusammen mit Stretch gewandert. Dabei haben wir uns über unsere Erlebnisse auf dem Trail unterhalten. Er ist inzwischen kein Thru-Hiker mehr, da er gesundheitsbedingt abbrechen musste. Er wandert jetzt nur noch Abschnitte zusammen mit seinem Sohn. Und der hat 500 Meilen übersprungen, um Maine bei gutem Wetter zu erreichen. Die Meilen will er danach nachholen. Ganz sicher. 😉



Bei Meile 1391,2 ist nur 0,3 Meilen vom Trail entfernt der Tiorati Circle. Ein State Park mit Badesee. Und der Möglichkeit Eis und Getränke zu kaufen. Hier habe ich mit Fireball, 5 O’Clock und Stretch eine ausgedehnte Mittagspause gemacht.


Über eine Stunde später bin ich weiter gewandert. Und auch wenn es heute ebenfalls auf und ab ging, so ging der ganze Tag doch besser von der Hand und es lief einfach gut. Wortwörtlich.




Der letzte Aufstieg des Tages führte hoch auf Black Mountain. Und von hier aus kann man sowohl den Hudson River, als auch die Skyline von Manhattan sehen. Zumindest wenn es dort gerade nicht regnet. 😉


Keine fünf Minuten nach dem Gipfel rumpelte es links von mir: eine Bärenmama mit drei Jungen. Ein schönes Foto habe ich davon nicht, aber ein sehr schönes Video. 😁
Nach diesem tollen Erlebnis sind wir zu dritt zur letzten Wasserquelle vor dem heutigen Shelter weiter gewandert. Dort angekommen haben wir beschlossen, das es keinen Sinn macht, das Wasser zum Shelter hoch zu schleppen. Also haben wir einfach hier direkt unser Nachtlager aufgeschlagen.

Insgesamt ein sehr schöner Tag heute. New York ist wirklich schön, der angesagte Regen ist ausgeblieben und vor allem waren die PUDs nicht so fies wie gestern.
Und seit heute sind weniger als 800 Meilen über!