28.06.2019 – Tag 96: Wildcat Shelter nach NY 17 (1375,8 – 1385,7 Mi)

Gestern Nacht gab es ein permanentes gesumme rund um mein Zelt. Zum Glück haben die Mücken keinen Weg rein gefunden. Sonst hätten die mich wohl komplett gefressen! Schon früh morgens war es schon ziemlich warm. Da für heute allerdings nur ein kurzer Tag geplant ist, habe ich mit Fireball und 5 O’Clock besprochen, das wir erst gegen 8:30 los wandern. Da ich schon früher mit allem fertig war, bin ich aber schon um 8:10 los.

Die ersten 1,8 Meilen bis zu den Fitzgerald Falls waren auch sehr einfach und entsprechend schnell geschafft. Eine leichte Wanderung im sommerlichen Wald.

An diesem kleinen Wasserfall habe ich meine Wasservorräte aufgefüllt. Danach fing der Tag aber erst richtig an. Direkt rechts neben dem Wasserfall ist der Trail zu sehen. Und ungefähr so blieb er auch den restlichen Tag. Im Hiker Jargon nennt sich das PUD – Pointless Up and Down.

Bis 11h waren es schon geschätzte 30°. Ich habe geschwitzt wie ein Weltmeister und mein Wasser war fast aufgebraucht. Und dann lag da Trail Magic: Wasserkanister! Also habe ich freudig mein restliches Wasser ausgetrunken – nur um danach festzustellen, das die Kanister alle leer sind. 😪 Aber es waren ja nur noch drei Meilen bis zum Ziel. Also Augen zu und durch.

Die nächste Wasserquelle wäre der Ausfluss eines Bibersees gewesen. So durstig war ich dann aber doch (noch) nicht. Und das, obwohl mir die Zunge schon ziemlich am Gaumen klebte.

Es gibt ein Sprichwort hier auf dem Trail: The trail provides. Also, der Trail sorgt für Dich. Und tatsächlich, an der nächsten Straße die ich kreuzen musste, waren Bauarbeiter. Mit denen habe ich mich kurz unterhalten. Nachdem sie gehört haben das ich von Georgia bis nach Maine wandere, haben sie mir dann ein Gatorade geschenkt. Unglaublich wie gut das Zeug (selbst warm) schmecken kann!

Danach folgten die letzten beiden großen Anstiege. Wobei es gefühlt mehr waren.

Um 13:15 bin ich dann völlig erschlagen an der Straße NY17 angekommen. Und hier lagen tatsächlich volle Wasserkanister. An denen habe ich mich aber nicht bedient. Immerhin fahre ich gleich in die Stadt und die anderen Hiker nach mir können das Wasser besser gebrauchen als ich.

Per UBER sind wir drei erst zum nächsten Walmart, bzw. zuerst zum Essen zu Wendys, gefahren.

Nachdem wir unsere Einkäufe für die nächsten Tage erledigt hatten, sind wir ins Hotel gefahren. Das Tuxedo Motel ist zwar einfach, dafür aber günstig und die Wäsche wird hier sogar umsonst gemacht.

Tuxedo Motel in Southfields

Den restlichen Nachmittag habe ich mit ausspannen (und dank Klimaanlage abkühlen) verbracht, bevor wir zum Abendessen etwas beim Chinesen bestellt haben. Naja.

Veröffentlicht in Juni

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