Letzte Nacht habe ich wieder gut geschlafen. Nur so ganz fit bin ich morgens nicht. Ob sich so langsam die Anstrengung doch bemerkbar macht? 😉 Trotzdem bin ich um 6:20 aufgestanden und habe in aller Ruhe meinen Kram erledigt. Um 7:45 bin ich wieder gestartet.

Zuerst führte der Trail ganz normal durch den Wald.

Aber schon nach weniger als einer Stunde veränderte sich der Weg. Anstatt durch den Wald führte er auf Stegen über einen Sumpf.




Als nächstes lag die Heaven Hill Farm direkt am Weg. Da ich mich wie gestern auch schon etwas schlapp fühlte, habe ich hier eine Pause gemacht und mich mit einer Birne und kalten Getränken gestärkt.

Danach stand der, laut Guidebook, einzige Aufstieg des Tages an. 900 Fuß in 1,4 Meilen. Die Ridgeline war allerdings mit einer Warnung (im Guidebook) versehen:
Trotz des wenig beeindruckenden Höhenprofils, machen Steine und abrupte Auf und Abs diesen Abschnitt herausfordernd.
Despite the unimposing profile, rocks and abrupt ups & downs make this section challenging.
Wie sich zeigen sollte, nicht zu Unrecht … Dazu waren für heute Temperaturen über 30° angesagt. Das ist nicht mein Wetter, schon gar nicht beim Wandern. Und schon gar nicht wenn es dabei auch noch so schwül ist.
Der Aufstieg selbst war zwar steil, aber durchaus nicht unangenehm. Die Trail Bauer haben hier sehr gute Arbeit geleistet!

Einmal auf der Ridgeline angekommen war es aber leider kein flaches Laufen. Stattdessen war das heute ein Intervalltraining erster Güte. 6,5 Meilen ständige kurze Auf- und Abstiege. Sehr schön, bei den Temperaturen aber auch sehr anstrengend.



Und dann wurde es wieder steiniger. Die nächsten Meilen führten komplett über die steinige Ridgeline. Allerdings auch mit einer ganz besonderen Aussicht: dem Blick auf Manhattan und damit New York City!

Nur wenig später erreichte ich die Grenze zwischen New Jersey und New York! Hier habe ich Redneck getroffen, einen jungen Deutschen. Wir haben uns zwar kurz unterhalten, sind aber jeweils „alleine“ weiter gewandert.


Die nächsten vier Meilen vergingen schwitzend, kletternd und Mücken verscheuchend.



Der Abstieg war vergleichsweise friedlich. Allerdings war ich bis dahin auch schon ziemlich müde. Gut das inzwischen Fireball und 5 O’Clock zu mir aufgeschlossen hatten und wir uns unterwegs unterhalten konnten.

Gut also, das nur zwei Meilen vor dem Shelter eine Eisdiele sehr nah am Trail liegt! Und das Eis in der Bellvale Farms Creamery war wirklich unglaublich gut! Das Eis habe ich zusammen mit Fireball und Five O’Clock genossen. Außerdem haben wir unseren nächsten Tag geplant. Eigentlich wollten wir nämlich am Samstag einen Nearo einlegen. Das fällt aber aus, da alle Zimmer ausgebucht waren. Also haben wir kurzerhand umgeplant und für morgen ein Hotel gebucht.

Nach dieser sehr angenehmen Pause sind wir zusammen die letzten zwei Meilen zum Shelter gewandert.




Um 19:50 sind wir alle, ziemlich erschlagen, am Shelter angekommen. Das Zelt war schnell aufgebaut. Und das Abendessen ist ein paar Snacks im mückensicheren Zelt zum Opfer gefallen.

Bisher ist New York ein wilder und anstrengender, aber auch sehr schöner Staat. Ich bin schon sehr auf die nächsten Tage gespannt!