24.06.2019 – Tag 92: Delaware Water Gap nach Campsite (1295,4 – 1312,1 Mi)

Heute morgen bin ich gut erholt um 7:30 aufgestanden. Bevor ich um 8h wieder zum Frühstück in die Bäckerei gegangen bin, habe ich noch angefangen langsam meine Sachen zusammen zu packen. Zum Frühstück gab es einen Schinken-Käse-Ei Bagel. Lecker.

Nachdem ich nicht mehr hungrig war, habe ich im Convinience Store die Vorräte für die nächsten Tage eingekauft. Und man kann erkennen, dass ich nicht mehr im Süden bin. Es werden Liebesbekundungen für den amtierenden Präsidenten verkauft. 😉

Danach bin ich zurück aufs Zimmer und habe fertig gepackt. Um 10:30 war ich unterwegs. Allerdings habe ich kurz danach auch schon Fireball und Five O’Clock getroffen, die gerade ein Carepaket ausgepackt haben. Und da die beiden, genauso wie ich, danach noch ein Eis essen wollten, habe ich auf sie gewartet. Der Eisladen hatte leider noch geschlossen. 😭 Also sind wir so weiter.

Zuerst ging es über die Delaware River Bridge. Und ungefähr auf der Hälfte liegt die lang erwartete Grenze: Good Bye f*cking Pennsylvania, hallo New Jersey!

Fireball, Bilbo und 5 O’Clock

Danach verlief der Trail für ungefähr eine Meile parallel zur Interstate 80, bevor es endlich wieder in den Wald ging.

Und diese ersten Meilen in New Jersey waren wirklich schön! Der Aufstieg auf die Ridgeline war nicht zu steil, es waren nicht zu viele Steine im Weg und alles war schön. Schon allein weil ich nicht mehr in Pennsylvania war. 😁

Und dann kam doch tatsächlich ein Fotomodell vorbei und hat schön posiert. Das Streifenhörnchen ist erst dann weggelaufen, als ich mein Foto geschossen hatte.

Danach kam schon der nächste Meilenstein meiner Reise: die 1.300ste Meile!

Nur wenig später bin ich am Sunfish Pond angekommen. Laut Schild ist das eines der sieben Naturwunder in New Jersey. Der See war tatsächlich sehr schön, genauso wie der Weg drum herum. Auch wenn der vielleicht nicht so ganz barrierefrei ist. Die Schüler die auf einer Wanderung hier waren, haben sich auf jeden Fall ziemlich schwer getan.

Langsam aber sicher wurde es auch wieder steiniger. Die meisten Gerüchte sagen, dass es bis ungefähr zur Hälfte von New Jersey steinig bleibt, nur nicht mehr ganz so schlimm wie in Pennsylvania. Naja, wir werden sehen.
Und es ging weiter hoch, jetzt auf Kittakinny Mountain. Wobei „hoch“ heißt, das ich von 1.384 Fuß auf 1.532 Fuß aufgestiegen bin.

Oben auf dem Gipfel habe ich bei schönster Aussicht eine längere Pause gemacht. So muss das sein.

Aussicht von Kittatinny Mountain

Ich hatte gerade meinen Rucksack wieder aufgesetzt und fünf Schritte gemacht, da knackte es im Unterholz und ein Bär lief grunzend vor mir weg. Fast so als wollte er sagen „was müssend diese stinkenden Zweibeiner mich immer so erschrecken“.
Und nur wenig später kam dann die nächste Tier-Sichtung. Ich glaube, das sind wilde Truthähne.

Die nächsten Meilen waren fast wieder wie vor der Grenze. Dafür gab es aber fast die ganze Zeit immer mal wieder einen netten Fernblick ins Tal. Das macht es erträglicher. 😉

Nach etwas auf und ab bin ich am Catfish Lookout Tower angekommen. Von da oben gab es natürlich eine Wahnsinns Aussicht.

Catfish Lookout Tower

Da ich heute geplant hatte, an einer Campsite ohne Wasser zu übernachten, war an der Rattlesnake Spring die Zeit gekommen, mein Wasser aufzufüllen. Das macht schon sonst keinen Spaß. Wenn der Rucksack aber voller Essen ist, dann sogar noch weniger. 😉

Danach hätte es zwar noch eine Möglichkeit gegeben, aber auf das Wasser aus dem Abfluss des Biberdamms war ich nicht wirklich scharf. Dafür war der See aber wirklich schön!

Jetzt mussten nur noch die letzten beiden Meilen bis zur Campsite geschafft werden. Dazu ging es erst noch einmal bergauf, bis es entlang der Ridgeline angenehm weiter ging.

Um 18:15 war ich da. Und kurz danach kamen auch Fireball und Five O’Clock an. Nachdem die Zelte aufgebaut waren, haben wir gemeinsam zu Abend gegessen.
Fireball hatte sich bis hier hin heute sehr schwer getan und hatte nicht wirklich geglaubt es so weit zu schaffen. Um so glücklicher war sie, es geschafft zu haben! Und ich, das die beiden da waren.

Bisher ist New Jersey wirklich sehr schön. Wenn die Steine jetzt noch etwas weniger werden, dann wird das eine sehr tolle Zeit hier.

Veröffentlicht in Juni

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