Letzte Nacht habe ich hervorragend geschlafen. Allerdings war ich auch schon um 6h hellwach. Also habe ich mir mein Handy geschnappt und damit die Blogbeiträge der letzten Tage korrigiert, damit alle Bilder angezeigt werden. Damit war ich um kurz nach 7h fertig und bin frühstücken gegangen. Und so ein Continental Breakfast ist alles, aber nicht gut.

Irgendwann kam Two Fingers dazu und wir sind zu Walmart gelaufen, um Vorräte zu kaufen.
Anschließend sind wir zu Cabelas gegangen, einem der größten Outdoor Geschäfte der USA. Allerdings mit einem klaren Fokus auf Jagdausrüstung. Überall standen und hingen tote Tiere oder deren Köpfe …
Da mein Kissen tatsächlich Luft verliert, habe ich mir hier ein neues gekauft. Und direkt auch eine neue Isomatte. Eine Therm-a-Rest Neo X Air. 2,5x dicker als meine alte und gleichzeitig leichter. Allerdings ist es auch eine Luftmatratze. Und die Dinger sind laut. Ich bin auf die kommende Nacht gespannt!
Zurück im Hotel haben wir in Ruhe unsere Sachen gepackt. Kurz nach 11h sind noch Fireball und 5 O’Clock im Hotel angekommen. Die beiden nehmen sich hier einen Nearo um den Regen abzupuffern.

Anschließend haben wir noch etwas Zeit in der Lobby verbracht. Letzte Nacht hat mein Handy nämlich nicht geladen, und ich dachte es liegt an den Steckdosen im Zimmer. Wie ich später herausgefunden habe, war aber nur das Kabel kaputt… Gegen 12h haben wir mit ein paar anderen zusammen das kostenlose Shuttle von Cabelas angerufen. Das kam auch flott und um kurz vor 12:30 waren wir wieder in Port Clinton. Ich habe hier noch kurz gewartet bis die Post um Punkt 12:30 öffnete und habe meine alte Isomatte nach Maine vorgeschickt. Um 12:45 war ich wieder auf dem Trail.

Zuerst ging es noch flach durch Port Clinton, bevor ich den steilen Abstieg von gestern auf der anderen Seite wieder hochklettern durfte. Nach dem entspannten Vormittag ging das aber ziemlich gut.




Oben auf der Ridgeline angekommen verliefen die ersten Meilen etwas auf und ab. Allerdings war es ziemlich schwül, was mich dann doch ordentlich zum schwitzen gebracht hat. Das war mir aber lieber als die vorhergesagte Alternative: der Starkregen mit Gewitter.



Bis dahin hielten sich sogar die Steine im Rahmen und es war ein Recht entspanntes wandern. Der Aufstieg auf Pulpit Rock hatte es dann aber in sich.



Glücklicherweise war das nur ein kurzer Aufstieg. Vor allem da es immer schwüler wurde. Und neben einer schönen Aussicht wartete oben noch etwas. Ein paar SoBos (also Wanderer von Nord nach Süd) haben davon berichtet, das sich da oben einige Schlangen tummeln. Als ich ankam, war es zum Glück „nur“ noch eine Copperhead. Eine der wenigen Giftschlangen auf dem Trail. Später habe ich dann ein Bild gesehen, auf dem zwei Copperheads und eine Klapperschlange übereinander lagen.😰
Ziemlich beeindruckend, das ich inzwischen Schlangen sehen und ansehen und fotografieren kann, ohne zu kreischen, oder? 😉
Als ich mein Foto gemacht habe, da kam hinter mit eine Familie mit 2 Kindern und Hund hoch. Die habe ich natürlich gewarnt. Der Vater war auch sehr dankbar und hat seinen Kindern nur aus der Distanz die Copperhead gezeigt.



Danach war es kurzfristig richtig steinig, bevor es wieder netter wurde.


Und um kurz vor 17h war es endlich soweit. Der seit heute morgen angesagte Regen kam endlich. Und wie! Innerhalb von wenigen Minuten verwandelte sich der gesamte Trail wieder in einen Bachlauf. Und nur kurz danach war ich so nass, das ich wieder direkt durch die Pfützen marschiert bin.


Das ging eine gute dreiviertel Stunde so weiter, bis es endlich aufhörte. Kurz danach hat ein Day-Hiker zu mir aufgeschlossen. Der hatte offensichtlich Redebedarf (oder wollte abgelenkt werden, da Ihm nach 16 Meilen die Füße weh taten). Auf jeden Fall haben wir uns gut unterhalten, bevor er zu seinem Auto und ich zum Eckville Shelter gegangen bin. Dort bin ich um 18:50 angekommen.
Two Fingers ist auch schon hier, hat sich nach diesem nassen Tag aber leider schon in sein Zelt verzogen.
Der Eckville Shelter liegt an einer Straße und wird wieder von einem Caretaker bewirtschaftet. Der Shelter war allerdings schon voll, so das ich mein Zelt aufgebaut habe.
Mit Wasser holen und kochen war ich dann um 20h fertig. Und ein absolutes Unglück ist passiert: mein Gas ist leer! Aber ich habe schon eine Idee, wo ich welches bekommen kann.

Jetzt hoffe ich erstmal auf eine trockene und gute Nacht auf der neuen Isomatte.
Die Isomatte hat hier allerdings schon einen Nachteil zu der alten Matte gezeigt. Die Alte konnte ich mit ins Zelt nehmen und sich neben mit aufblasen lassen. Die neue braucht deutlich mehr Platz. Die im Zelt aufzublasen ist wahrscheinlich fast unmöglich.