17.06.2019 – Tag 85: Stealth Camp nach Shelter 501 (1170,6 – 1195,5 Mi)

Was hat das letzte Nacht geschüttet! Der kleine Bach hat teilweise so gerauscht, das ich dachte er kommt mich gleich besuchen. Aber ich habe hervorragend geschlafen. Das Dach aus Rhododendron und die Wolken haben es ziemlich dunkel gemacht. Dadurch war es um halb sieben noch so dunkel wie sonst um halb sechs. Entsprechend spät bin ich aufgestanden. Losgewandert bin ich um 8:05.

Die ersten Meilen wären eigentlich sehr angenehm gewesen – wären sie nicht so matschig gewesen. So war das teilweise ein ziemlicher Balanceakt, um nicht bis zur Wade im Schlamm zu stecken.

Gegen halb 10 fing es an zu regnen. Nicht viel, aber genug, um mit der Zeit alles zu durchnässen. Und die Schlamm Situation wurde dadurch auch nicht unbedingt besser. 😉

Ja, so sieht der Trail nach ausreichend Regen aus

Danach folgte einer der wenigen Anstiege des Tages, hoch auf Second Mountain. Eher ein Hügel als ein Berg, aber wer weiß? Vielleicht hat er gerade die richtige Höhe?

Nachdem das geschafft war, ging es an den Abstieg. An dessen Ende stand wieder ein Balanceakt. Immerhin wollte ich kein Bad nehmen.

Als Belohnung dafür gab es etwas Trail Magic. Das kam genau zur richtigen Zeit um meine Laune aufzuheitern. Inzwischen hatte ich nämlich eine Wahl getroffen. Und zwar die Wahl zwischen normalem Tempo und etwas trockeneren Füßen. Inzwischen weiche ich Matsch und Pfützen nicht mehr bestmöglich aus, sondern laufe direkt mitten durch.

Der nächste besondere Punkt war der Union Canal.

Danach ging es hoch auf die nächste Ridgeline. Und die war entweder handzahm oder richtig steinig, dazwischen gab es nichts. Außerdem fing es stärker an zu regnen. Aber es war richtig schön mit dem leuchtenden Grün und dem ganzen Farn.

Die letzten vier Meilen waren schon fast eine Autobahn.

Bis dann zwangsläufig, kurz vor dem Ziel, Pennsylvania noch einmal seine Steine gezeigt hat.

Gegen 18:10 war ich am 501 Shelter. Und der ist etwas besonderes, denn er wird direkt von einem Caretaker bewirtschaftet. Es gibt Bunkbetten, einen großen Tisch, Brettspiele, eine Outdoor Dusche, Trinkwasser und abends eine Möglichkeit Strom zu bekommen. Ach ja, und man kann Pizza bestellen. 😎

501 Shelter

Draußen kann man zwar auch zelten, da es heute Nacht aber wieder übelst regnen soll, schlafe ich die Nacht drinnen. Und ich habe Glück: ich habe nämlich das letzte Bett bekommen!

Und ach ja, seit heute sind weniger als 1000 Meilen übrig.😎 Das Ziel und damit Katahdin kommen endlich näher!

Veröffentlicht in Juni

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