16.06.2019 – Tag 84: Duncannon nach Stealth Camp (1149,0 – 1170,6 Mi)

Nach der kurzen Nacht hätte ich ja eigentlich länger schlafen können (oder wollen). Aber ich war trotzdem schon um 6h wach. Aufgestanden bin ich aber nicht sofort, immerhin war ich mit den anderen erst um 8:15 zum Frühstück im Goodies verabredet.

Und so einen kleinen Jetlag vom Vorabend hatte ich doch. Genauso wie die anderen auch. Von daher waren wir beim Frühstück auch alle etwas stiller und zurückhaltender als sonst.

Nach dem Frühstück bin ich zurück auf mein Zimmer, habe meinen Rucksack gepackt und war um 9:45 wieder unterwegs. Meine obligatorische Abschiedsdusche morgens frühj im Hotel habe ich mir im Doyles geschenkt.
Die ersten Meilen führten durch Duncannon hindurch oder an einer Bundesstraße entlang. Zumindest war es flach und ich bin gut voran gekommen.

Nachdem ich Duncannon durchquert hatte, ging es erst einmal aufwärts. Und ein Day-Hiker hatte uns vor einigen Tagen vor der dann kommenden Ridgeline gewarnt. Sie wäre extrem steinig und unangenehm. Um dorthin zu kommen, mussten aber zuerst 800 Fuss überwunden werden. Das war ein sehr angenehmer und wenig steiler Anstieg.

Auf der Ridgeline angekommen war es dort am Anfang tatsächlich sehr steinig. Allerdings war der Trail trotzdem schön zu gehen. Heute haben mir die kleinen Klettereinlagen sogar Spaß gemacht.

Nachdem diese Passage überwunden war, ging es leichter weiter und der Trail durfte sich wieder Wanderweg nennen. 😉

Vor allem aber hielt der Trail heute seine Höhe und es gab nur wenige Höhenwechsel. Dadurch bin ich ziemlich gut voran gekommen. Gegen 13h habe ich mich dazu entschlossen weiter zu wandern, als ich es eigentlich geplant hatte. Mit 21,6 Meilen würde das zwar eine späte Ankunft werden, aber auch ein (hoffentlich) schöner Lagerplatz. Und vor allem einer mit Wasser. Denn das ist heute Mangelware.

Gegen 14:30 fing es leicht an zu nieseln. Aber der angesagte Regen über Stunden blieb zum Glück aus. Insgesamt wurde ich nasser von den Pflanzen am Wegesrand als vom Regen selbst.

Die letzten 8 Meilen wurde es doch noch steiniger. Nicht besonders unangenehm, aber doch so, das ich auf jeden Schritt acht geben musste.

Zwischendurch folgte allerdings noch ein Abstieg zum Clarks Creek. Hier habe ich noch eine längere Pause eingelegt und vor allem gab es hier endlich Wasser!

Dann kam der Endspurt. Die letzten vier Meilen, hoch auf die nächste Ridgeline. Und die Steine blieben.

Um 19:10 war ich an meinem Ziel . Ein schöner kleiner Stealth Spot für mein Zelt und mich, in direkter Nähe zum Wasser.

Danach habe ich noch schnell mein Abendessen gekocht. Und damit es nicht immer Bilder von leckerem Stadtessen gibt, hier jetzt ein typisches Abendessen für mich: Pasta mit Thunfisch, als Vorspeise etwas Beef Jerky (Trockenfleisch) und als Nachtisch M&Ms.

Und jetzt hoffe ich auf eine trockene Nacht. Aber die Wettervorhersage gibt eine Chance von 80% für Regen und Gewitter an.

Veröffentlicht in Juni

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