Heute gab es direkt nach dem aufstehen eine schöne Überraschung: Trail Magic von Dave! Obst, Rührei und Orangensaft. Viel besser als meine Pop Tarts! Er ist ein Thru-Hiker Fan und wollte einfach mal Trail Magic ausgeben. Dazu ist er ganz früh morgens los gefahren und ist die 3 Meilen von der Straße bis zum Shelter gewandert.
Ich habe dann den Kaffee zum Frühstück gesponsert.

Das hat meinen Start doch etwas verzögert. So bin ich erst um 8:10 in den Tag gestartet. Das war es aber auch mehr als wert.

Die ersten 6,5 Meilen bis zum Cove Mountain Shelter waren in 2 1/2 Stunden schnell geschafft. Bis auf eine steilere Steigung und ein paar Steine auf dem Weg war der Trail wunderbar zu laufen.




Und während ich am Cove Mountain Shelter meine zweite Frühstückspause mache, raschelt es auf einmal im Unterholz und ich bekomme Besuch. Und das Reh lässt sich von mir auch nicht wirklich stören.

Nach dieser schönen Pause ging es abwärts zum Jennings Creek. Und kurz bevor ich dort ankam, räkelte sich knapp einen Meter neben dem Trail eine Black Ratsnake. Die war diesmal zwar nur etwas über einen Meter lang, aber die hat sich bewegt! Da musste ich doch kurz quieken. Als ich an Ihr vorbei gesprintet bin, hat sie auch angefangen sich schneller zu bewegen. Ich würde sagen, wir hatten ungefähr gleich viel Angst.😉



Und dann kam der erste Aufstieg des Tages. Laut Wettervorhersage sollte es zwischen 11h – 13h evtl. regnen. Das hat es zwar nicht, dafür war die Luft ziemlich schwül. 1,6 Meilen, 1.100 Höhenfuß und eine dreiviertel Stunde später war ich oben. Und komplett durchgeschwitzt. Wer braucht da noch Regen? 😉

Um 14h bin ich am Bryant Ridge Shelter angekommen. Das ist einer der größten Shelter auf dem Trail. Hier habe ich meine Mittagspause gemacht, um mich für den Aufsatz nach Floyd Mountain zu stärken. Und auch hier hat mir wieder ein Reh Gesellschaft geleistet. Diesmal aber etwas weiter entfernt.

Der Aufstieg auf Floyd Mountain hat fast zwei Stunden gedauert. 4,3 Meilen und 2.300 Fuß Höhenunterschied, gespickt mit ein paar netten, steilen Abschnitten. Aber insgesamt lief es doch besser, als ich befürchtet hatte.


Die letzten 0,6 Meilen bergab zum Shelter liefen ganz gut. Allerdings habe ich meine Füße schon ordentlich gespürt. Um kurz nach 17h war ich da. Und eigentlich hatte ich vor noch weiter zu gehen. Da meine Füße aber doch weh getan haben und ich eh noch meine nächsten Tage bis nach Waynesboro planen musste, habe ich halt früh Feierabend gemacht. Außerdem scheint es bisher, als wäre ich der einzige hier im Shelter. Das wäre doch Mal ein besonderes Erlebnis!

