Die letzte Nacht war fast wie im Shelter. Two Fingers hat ziemlich geschnarcht und ist schon um 5:30 aufgestanden um kurz danach loszulaufen. Ich hab mich aber erst noch Mal rumgedreht und habe noch etwas weiter geschlafen. Aufgestanden bin ich um 7:30 und um 8:30 habe ich das Hotel verlassen. Auf dem Parkplatz habe ich dann Shock Top und Steady Eddy getroffen, die gerade angekommen waren. Also bin ich mit den beiden zu Hardees zum Frühstück. Nicht besonders lecker, aber egal. Und ich wollte gerade gehen, da kamen Shoelaze und Flying Dutchmen zur Türe herein. Nachdem wir die letzten Neuigkeiten ausgetauscht haben war es 9:40. Ein ziemlich später Start in einen langen Tag.
Blouse und Crush werde ich wohl nicht mehr wieder sehen. Die beiden haben sich ein Auto gemietet und fahren zurück zu den Trail Days nach Damascus. Und Picky und ich haben uns gestern Abend noch in die Wolle bekommen, so das er alleine vorgelaufen ist.
Bevor ich aber wieder auf dem Trail wandern konnte, musste ich erst einmal die 0,7 Meilen (bergauf) bis dorthin zurück laufen.

Um 9:55 konnte es wieder richtig los gehen.

Und was soll ich sagen? Heute war ein wunderschöner Tag zum wandern. Schön sonnig, aber nicht zu warm, abwechslungsreich und auch das Terrain war größtenteils angenehm zu laufen und das alles mit wenig Steigungen. Aber trotzdem lief es heute nicht so richtig. Der letzte Abend, der schlechte Schlaf und sicher auch der mit Essen für 4 1/2 Tage vollgepackte Rucksack, haben sich da zusammen getan.



Aber heute hat der Trail alles gegeben, um mich zu motivieren. Zuerst lief mir ein Streifenhörnchen fast genau über die Füße, und kurz danach klettert dann ein Murmeltier den Baum vor mir hoch.

Danach folgten die letzten Meilen und ein kurzer Anstieg bis zum Rice Field Shelter. Wunderbar gelegen mit einer traumhaften Aussicht davor.


Die nächsten acht Meilen führte der Trail recht flach den Hügelkamm entlang. Dabei gab es zwar nur am Anfang Aussichten, aber der Weg durch den Wald war einfach schön. Allerdings haben hier meine Füße, und viel schlimmer, mein rechtes Schienenbein angefangen sich zu melden. Und beides wurde den Tag über nicht besser.




Aber wie schon gesagt: heute meinte der Trail es gut mit mir. Gerade als der Tag anfing sich richtig zu ziehen (über 20 Meilen nach10:00h sind kein Spaß) und mein Schienenbein schlimmer wurde, hörte ich etwas im Unterholz knacken. Und tatsächlich: zwei Jungbären kletterten einen Baum hoch und runter. Und die beiden waren durchaus fotogen. Mama Bär hat übrigens unter dem Baum gewartet. Auf den Fotos ist das leider nicht gut zu erkennen. Aber die Kleinen können klettern! Die sind den Baumstamm quasi hoch gelaufen, als sie mich gehört haben.

Von dort aus waren es trotzdem noch fast zwei Stunden bis zum Shelter. Und die letzten Meilen waren ziemlich steinig.


So war ich auch ziemlich glücklich, als ich um kurz vor 19h endlich am Shelter war und mein Zelt aufbauen konnte. Danach gab es ein schnelles Abendessen und das obligatorische Blog schreiben.

Beim Abendessen habe ich Fireball und 5 o’Clock dann ziemlich zu lachen gebracht. Ich hatte meine Sour Patch Kids aus der eigentlich Verpackung in einen Ziplock Beutel umgepackt, um Müll und Gewicht zu sparen. Und naja, die waren zu einer einzigen Kugel „verschmolzen“, von der ich dann abgebissen habe.
Klingt nicht lustig? In der Situation war es das total. 😀