Die letzte Nacht habe ich gut geschlafen. Allerdings hat kurz nach Einbruch der Dunkelheit ein Zikaden Chor damit begonnen Lärm zu machen. Lange hat mich das aber nicht gestört. 😉
Um 8:30 bin ich in unseren bisher längsten (geplanten) Tag gestartet. Das Guidebook hat nur sanft rollend ansteigendes Gelände vorhergesagt und das Wetter sah auch gut aus.

Die ersten Meilen waren schön abwechslungsreich, und einige Wasserfälle gab es auch.



Zwischendrin habe ich Cate beim Slackpacking getroffen. Sie ist gestern im Hostel in Erwin geblieben. Und so wie es aussieht, muss Sie demnächst den Trail für ein paar Tage verlassen. Ich hoffe, Sie holt später wieder zu uns auf. Sicherheitshalber haben wir uns aber voneinander verabschiedet. :((
Und auch Jerry war wieder am Slackpacken und hatte für brave Thru-Hiker Geschenke dabei.

Kurz danach habe ich Shoelaze getroffen. Er hat noch gecampt, da er sich wohl Noro eingefangen hat. Von Ihm habe ich mich vorsichtshalber sehr fern gehalten, habe Ihm aus der Entfernung aber ein paar Imodium Akut dagelassen. Die hat er sich nämlich aus Gewichtsgründen gespart …
Die nächsten 13 Meilen waren leider sehr gleichförmig. Und heiß. Und irgendwie doch die ganze Zeit bergauf. Die höchste Temperatur lag irgendwo bei knapp 34°. Was hab ich heute geschwitzt! Die 5 Liter die ich getrunken habe, habe ich sicher 1:1 in Schweiß umgesetzt…


Zum Glück hat sich das ab Meile 419 geändert. Denn von da an ging es durch die Pond Mountain Wilderness. Am Anfang ging es sehr schön neben einem Fluss her.

Gefolgt von einem (naja, fast) Canyon.

Nach einem kurzen Abstieg und einer Brücke hat der Trail dann noch weitere schöne Aussichten geboten.



Darauf folgte einer der bislang brutalsten Abstiege. Und das nicht nur, weil es bis hier hin schon 19 Meilen waren. Meine Knie haben sich ziemlich laut beschwert.

Aber die Schmerzen 😉 haben sich gelohnt. Unten warteten nämlich die Laurel Falls.


Danach hat der Trail mich dann um die Ecke gebracht. Aber auf eine sehr schöne Art! Aber nur bei gutem Wetter zu empfehlen.

Noch ein letzter steiler Anstieg und ich war um 18:45 endlich am Shelter. Da noch schnell die übliche Camp Routine und dann ging es auch schnell ab ins Bett. Im Shelter wollte ich nicht schlafen, also habe ich mein Zelt daneben aufgebaut. Obwohl das wahrscheinlich nicht wirklich so vorgesehen ist. 😉

Eigentlich wollten Cherry-O und Junco uns heute Abend hier am Shelter Gesellschaft leisten. Wie ich am nächsten Tag erfahren hatte, kamen sie den Trail aber nicht hoch. Eine Giftschlange lag mitten auf dem Trail und wollte einfach nicht weg! Also sind die Zwei einfach weiter.