24.04.2019 – Tag 31: Hogback Ridge Shelter nach Stealth Camp (317,3 – ca. 335,0 Mi)

Der heutige Morgen ist mit schlechten Nachrichten gestartet. Cate hatte gestern Abend ziemliche Schmerzen in Ihren Füßen und vor allem kein Gefühl in Ihren Zehen gehabt. Jetzt überlegt Sie, wie es für Sie weitergeht. Der nächste Schritt ist erst einmal ein Arzt in Erwin. Hoffen wir das Beste!

Mein Wandertag begann dann um 8:30. Nach einem ersten kurzen Anstieg ging es die ersten zwei Meilen recht flach zu Gange.

Danach ging es unter der Interstate 26 durch. Hier hat eine Frau ein paar Vorräte verkauft. Und einen Mülleimer zur Verfügung gestellt. So schnell kann der Rucksack leichter werden.

Anschließend begann der Aufstieg auf Big Bald. Insgesamt sehr angenehm zu laufen mit toller Landschaft.

Nach knapp neun Meilen war ich gegen 13h am Gipfel. Und die Aussicht war echt grandios!

Aussicht von Big Bald

Und da Ort und Zeit gepasst haben, habe ich hier auch direkt Mittag gemacht und Sonne und Aussicht genossen. Währenddessen kam auch Cate an. Bis hier ging es Ihr schon besser. Das gezielte Stretching heute Morgen hat Ihr wohl sehr geholfen.

Danach folgte ein langer Abstieg wie durch ein Feen-Wunderland. Stark bemooste Steine, kleine Bächlein und viele kleine Blumen.

So verlief der Abstieg nach Spivey Gap auch angenehm und abwechslungsreich. Hier war auch der erste mögliche Endpunkt des Tages. Thomas wollte noch 2,1 Meilen weiter zum übernächsten Shelter. Und ich (und auch Cate) jeweils schauen wie weit wir kommen. Da hier erst kurz vor 16h war, bin ich weiter gelaufen. Bei Devils Creek Gap in ca. 1,5 Meilen Entfernung wollte ich dann Rast machen.

Zu den 1,5 Meilen gehören aber auch 0,4 Meilen Aufstieg. Und was für welche! Teilweise ging es wahrscheinlich an die 35° aufwärts…

Der restliche Weg bis zur Gap war dann sehr angenehm zu laufen. Nur leider war dort keine Möglichkeit zum zelten. Also was tun? Natürlich weiterlaufen. Und trotz Uhrzeit und bereits gelaufenen Meilen war ich guter Dinge, den Shelter doch noch zu erreichen.

Nach ungefähr einer halben Meile bin ich aber auf das Nachtlager von Blouse und Orange Crush gestoßen. Und habe beschlossen einfach hier zu übernachten. Vor allem, da die beiden freundlicherweise Ihr Wasser mit mir geteilt haben. Ich hätte nämlich nicht mehr genug für Nacht und Morgen gehabt. Der Tag heute war lang genug und bis nach Erwin sind es morgen nur noch neun Meilen. Also schon fast ein Nearo. 😉

Wir wollten gerade alle ins Bett gehen, da kamen Manifest und Frodo vorbei. Eigentlich wollten die beiden auch noch zum nächsten Shelter weiterlaufen. Nachdem wir uns aber alle verquatscht 😀 haben, sind sie dann doch geblieben und haben Ihr Zelt bei uns aufgeschlagen.

2 Kommentare zu „24.04.2019 – Tag 31: Hogback Ridge Shelter nach Stealth Camp (317,3 – ca. 335,0 Mi)“

  1. Hallo Christian!
    Hast Du denn auch schon einen Trailnamen? Verrätst Du ihn uns? 🙂
    Ganz liebe Grüße aus der Heimat!
    Gaby

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    1. Hallo Gaby,

      ja, den habe ich schon. Und eigentlich sollte die Geschichte dazu auch im Blog sein. Aber kaum bin ich im Wald unterwegs, habe ich den Unterschied zwischen kopieren und ausschneiden verlernt. 😪

      Also jetzt hier die Geschichte zu meinem Trail Namen:

      Ich habe von einem Gespräch vor einigen Tagen mit einem anderen Hiker erzählt. Dem hatte ich gesagt, das ich mich gleich am nächsten schönen Punkt schon sehr auf mein zweites Frühstück freue. Er sagte darauf, was bist Du, ein Hobbit? Die Jungs hier am Shelter sagten dann: aber nur Hobbit? Nein, Du brauchst einen Namen – Frodo. Ich sagte dann: Nein, Frodo weint nur und außerdem bin ich zu Alt dafür. Also Bilbo. 😎

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