Die letzte Nacht war super. Im eigenen Zelt schlafe ich halt doch am besten.
Um 8:10 bin ich in den Tag gestartet. Und genau in dem Moment kam Flying Dutchmen (Nick) vorbei und wir sind die ersten zwei Stunden gemeinsam gewandert. Als ich Ihn angerufen habe, hat er sich ziemlich erschreckt. Kein Wunder: er war in Gedanken und ich gerade noch beim zusammenpacken neben dem Weg. ich hätte ja auch ein Bär sein können. 🙂 Er hatte die letzte Nacht im Standing Bear verbracht. Mit Ihm als Gesellschaft war der Anstieg viel leichter zu ertragen. Hatte ich schon einmal erwähnt, das ich Anstiege direkt zum Anfang hin nicht leiden kann?

In weniger als einer Stunde hatten wir die knapp 2,3 Meilen zum Snowbird Mountain erledigt. Eine schöne Aussicht von einem der wenigen grasbewachsenen Gipfel hier.



Danach folgte ein sehr angenehmer und langgezogener Abstieg. Erst ab Brown Gap bei Meile 251,6 ging es wieder aufwärts – aber wie! Ging der erste Aufstieg durch Switch Backs noch Recht sanft von statten, so ging es hier gefühlt einfach nur gerade den Berg nach oben.

Oben angekommen wartete aber ein sehr lohnenswertes Ziel: Max Patch Summit. Mit 4.629 Fuss Höhe ein toller Aussichtspunkt und ein schöner Platz für eine Mittagspause. Durch den offenen und weiten Gipfel, und da Max Patch der höchste Gipfel in der Gegend ist, hat man von hier einen wunderschönen 360° Blick.



Gerade als ich weiter laufen wollte, kam Cate am Gipfel an. Die nächsten zwei Stunden sind wir gemeinsam gewandert und haben unter anderem den nächsten Tag sowie unseren geplanten Zero besprochen.

Und auf einmal höre ich ein Geräusch neben dem Trail und mache drei Schritt vorwärts. Cate fragte was los sei, schaute und rief ich solle bloß nicht zurück schauen. Ich habe mich dann aber doch überwunden und habe das Monster 😉 betrachtet. Und das sogar ohne zu kreischen. 😎Eine Gardner Snake.

Danach ging der Trail sanft abwärts. Nur die letzten 1,5 Meilen gingen noch einmal ordentlich steil nach oben.



Und gegen 17:30 war der bislang längste Tag mit 17,9 Meilen und über 3.300 Höhen-Fuss dann geschafft. Das Abendessen hat uns heute allen sehr gut geschmeckt!



Thomas übernachtet im Shelter, während wir anderen Zelten. Für morgen sind starker Regen und Gewitter angesagt. Aber ist ja auch klar, wir wollen ja in die Stadt… Dementsprechend geht’s für mich heute nochmal früher in die Falle, um morgen möglichst früh zu starten.