Das war eine nasse Nacht. Ab ca. 22:30 hat es angefangen wie aus Eimern zu schütten. Ich bin zum Glück (im Zelt) nicht nass geworden. So aufzustehen unddas nasse Zelt einzupacken und den nassen Food Bag zu holen, macht aber auch keinen Spaß. Michael hat es schlimmer getroffen: er hat sein Vorzelt auf einer Seite zur Belüftung offen gelassen und hatte morgens einen kleinen See am Fußende seines Zelts.

Das Frühstück ist bei uns allen sehr bescheiden ausgefallen, wir wollten nur schnell in die Stadt und dort ordentlich frühstücken und uns aufwärmen. Vor das Frühstück hat der liebe Gott aber den Aufstieg gestellt – und der hatte es heute echt in sich. Die erste halbe Stunde des Tages ist bei mir nie besonders toll, aber in voller Regenkleidung die Berge hoch, das war echt fies.

An der Winding Stair Gap haben wir uns dann wieder im hitchen versucht. Tatsächlich hat es keine 5 Minuten gedauert, bis wir mitgenommen wurden. Und das, obwohl wir nass und dreckig und sicher nicht besonders gut riechend waren. Echt unglaublich wie Hiker freundlich die Leute hier entlang des Trails sind.
In Franklin angekommen haben wir dann schnell eine Möglichkeit zum Frühstücken gesucht – und leider nur MC Donalds gefunden. Zum Geschmack muss ich ja nichts sagen… Aber das WLAN war schnell und es war warm.
Danach sind wir zu einem lokalen Outdoor Outfitter, den Three Eagles. Die Leute dort waren unglaublich freundlich: wir durften unsere Rucksäcke während unserer Einkäufe ( und während Michael und Thomas zur Post sind) dort abstellen, durften das dortige WLAN benutzen, die Handys laden, die Einkäufe Umpacken und auf der Wiese vor dem Laden unsere Zelte trocknen. Und einen Apfel gab es noch geschenkt dazu. Ein großes Danke an das Team dort!
Anschließend sind wir ins Huddle House und haben uns noch einen Burger mit Fritten gegönnt.



Das Trampen zurück war etwas schwieriger, vor allem da wir uns bezüglich des Orts wo wir den Daumen raus strecken wollten nicht so ganz einigen konnten. Eher im Gegenteil sogar 😉 Nach ca. 15 Minuten hat aber Darren abgehalten und uns die 11 Meilen zurück zum Trail gebracht.

Nach 6 Stunden waren wir wieder zurück auf dem Trail und haben uns aufwärts auf den Weg zum Shelter gemacht. Dank der Stadt-Kalorien lief das wie geschmiert. 4,2 Meilen und 800 Fuss in weniger als 1 1/2 Stunden.






Unsere Hoffnung, den 0,5 Meilen vom Trail entfernten (!) Shelter ganz für uns zu haben wurde leider nicht erfüllt. Der war schon komplett gefüllt als wir ankamen. Dafür haben wir Nick, den Holländer von ersten Tag, und Ty (mit dem wir in Hiawassee das Zimmer geteilt haben) wieder getroffen.





So haben wir uns bei einem leichten Abendessen noch gut unterhalten bevor es dann gewohnt früh wieder ins Bettchen geht. Ich schlafe wieder Bergab, so das ich mich wieder auf eine bewegte Nacht freue. 😉 Und da wir unsere Zelte auf einer Wiese aufgebaut haben, darf ich mich morgen früh wahrscheinlich über einiges an Kondensation im Zelt freuen.