27.03.2019 – Tag 3: Gooch Mountain Shelter nach Lance Creek Campsite (15,7 – 24,0 Mi)

Heute morgen hat das Aufstehen keinen Spaß gemacht.

Mein Zelt war wohl nicht so perfekt aufgestellt (<- Achtung: Absolute Untertreibung!), daher durfte ich einmal nachdem ich gestern Abend vom Kochen wiedergekommen bin und einmal nachts im Regen aufstehen und das Zelt wieder richten. Das Fußende hatte ich beide male nicht richtig abgespannt, so das sich dort ein Regensee gebildet hat, unter dem das Zelt eingeknickt ist.
Ich kann Euch sagen, ohne Stirnlampe (nicht gefunden) im stockfinsteren Wald bei Regen Heringe richten und Schnüre nachspannen macht Spaß. 😉

Heute Morgen war noch alles nass: Hosen, Schuhe , Socken, Shirts, Regenjacke, Zelt – alles. Dabei hatte ich wohl noch Glück. In den Zelten der anderen wurde es durch das Kondensat richtig nass und teilweise hat es rein geregnet und auch die Schlafsäcke waren nass. Und kalt war Ihnen wohl auch. Da ging es mir zumindest etwas anders. Dafür wollte ich dann aber auch nicht aufstehen. Und schon gar nicht die nassen Sachen anziehen. Aber hilft ja alles nix…
Das Zelt abzubauen war dann eine Qual. Meine Hände waren so kalt, das ich nach jedem zweiten Hering meine Finger wärmen musste.

Um 10h ging es dann bei Sonnenschein los. Und der hat auch den ganzen Tag gehalten. Den Beweis dafür kann man auf meiner Nase sehen. 😉

Für heute haben wir uns Lance Creek Shelter zum Ziel gemacht. Danach braucht man für knappe 7 Meilen einen Bärenkanister, sonst darf man dort nicht übernachten. Und den haben wir nicht.

Snackpause und dabei Sachen trocknen

Für die 8,3 Meilen heute haben wir uns richtig Zeit gelassen. So viel Zeit, das Cate uns wieder eingeholt hat. Um 16:30 sind wir am Shelter angekommen und haben die Zelte in traumhafter Lage aufgeschlagen.
Diese tolle Lage war am Ende einer Art Forstweges. Die ganzen Campsites in direkter Nähe des Shelters waren schon komplett belegt.

Ich hatte mein Zelt noch nicht ganz aufgebaut, da kam eine Hikerin vorbei und hat mich ganz begeistert auf mein Hilleberg angesprochen. Das würde direkt in der Stadt neben Ihrer Heimatstadt gefertigt. 🙂 Sie hat mir dann einige sehr gute Tipps gegeben, wie ich mein Zelt noch besser aufbauen kann.

Morgen wollen wir uns in Neels Gap in den Blood Mountain Cabins ein Zimmer gönnen. Da dort First comes, Fist serve gilt, wollen wir morgen früh los. 6h ist aufstehen und 8h dann Abmarsch.

Also ab ins Bettchen und von einem Bacon Cheeseburger träumen.😉

Ach ja, hier gibt es Stahlseile um das Essen vor Bären zu sichern. Ich fühle mich jetzt schon viel besser und sicherer. Da kommt sicher kein Bär dran. 😉

Michael an den Bearcables

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