Gut das wir die Nacht im Shelter verbracht haben. Die Nacht war noch ziemlich nass. Und morgens konnte man vor lauter Nebel fast nichts sehen. Dafür habe ich sehr gut geschlafen. Ich war zwar einige Male wach, aber es hat niemand geschnarcht und ich hatte auch keine Mäuse Begegnung.

Wie auch wir wollte kaum jemand früh aufbrechen, da es doch ziemlich neblig und auch noch kalt war. Irgendwann haben wir uns aber doch überwunden und sind um 9h gestartet.
Irgendwie lustig, jetzt schon „wir“ zu sagen. Obwohl ich Cate und Thomas erst einen Tag kenne, verstehen wir uns so gut, das wir fürs erste zusammen laufen wollen.
Zuerst ging es leicht abwärts, trotz Nebel ein sehr angenehmer Start in den Tag.

Auf dem nahegelegenen Parkplatz (einige lassen sich dort absetzen und laufen von dort zum Start) gab es dann die erste Trail Magic: Lollies für alle. 😁
Im Laufe des Vormittags hat es dann aufgeklärt und es wurde richtig schön.




Um 13:30h waren wir nach ca. 8,1 Meilen an unserem gemeinsamen Tagesziel angekommen: Hawk Mountain Shelter.
Bei der Pause Treffen wir auch Michael aus Polen. Wir stellen uns jetzt schon als die „Europäer“ oder die „Internationals“ vor. Wenn sich eine Gruppe von Hikern so zusammenfindet und einen Namen bekommt, dann spricht man übrigens von einer Tramily – eine Kreation aus Trail und Family. Dass das so schnell geht, das hätte ich im Leben nicht gedacht!
Gemeinsam haben wir beschlossen noch bis zum nächsten Shelter in 7,1 Meilen weiter zu wandern. Wie sich zeigen soll keine gute Entscheidung…

Was wir bei unseren Planungen nämlich übersehen haben, ist zum einen Sassafrass Mountain, der sich mit 700 Fuss Anstieg doch zieht.
Danach trifft Cate eine kluge Entscheidung: sie schlägt dort Ihr Lager auf.
Wir drei beschließen die letzten 5,5 Meilen bis zum Shelter weiter zu laufen. Neben einigen ordentlichen Anstiegen kommt ca. eine Stunde vor dem Ziel noch richtig fieser, kalter Regen dazu. Wir sind alle schnell komplett durchnässt. Der Regen kam so schnell, das ich zwar noch meine Regenjacke anlegen konnte, aber nicht mehr meine Regenhose.
Dafür ist der Shelter dann übervoll und wir dürfen im Regen unsere Zelte aufschlagen. Durch Kälte und Müdigkeit klappt das eher mäßig gut.
Um aber überhaupt essen kochen zu können, mussten wir um einen Platz unter dem Shelter Vordach kämpfen. Da hat kaum jemand für uns Platz gemacht. 😦
Egal, schnell noch Abendessen und um 20:20 ist der Tag dann, einigermaßen warm und trocken vorbei.